Niedersachsen verwandelt alte Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum
Maximilian SchönlandNiedersachsen verwandelt alte Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum
Niedersachsen startet Initiative zur Umwandlung ungenutzter Einfamilienhäuser in nachhaltigen Wohnraum
Mit dem Projekt „Perspektive EFH“ will das Land unterausgelastete Einfamilienhäuser in zukunftsfähige Wohnlösungen verwandeln. Das Vorhaben wird vom Wirtschaftsministerium mit 160.000 Euro über drei Jahre gefördert. Ziel ist es, Kommunen bei der Entwicklung von Wohnraumstrategien zu unterstützen und lokale Nachbarschaftsnetzwerke zu stärken.
Im Fokus der Initiative stehen Einfamilienhäuser, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren erbaut wurden. Viele dieser Immobilien sind aufgrund veränderter Familienstrukturen und des wachsenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum nur noch unzureichend genutzt. Um diesem Problem zu begegnen, hat das Land eine eigene Beratungs- und Koordinierungsstelle eingerichtet.
Unter der Leitung des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. wird das Projekt Kommunen dabei helfen, das Potenzial dieser Häuser zu erschließen. Geplant sind unter anderem die Erstellung von Informationsmaterialien, die Durchführung regionaler Veranstaltungen sowie der Aufbau eines landesweiten Wissensnetzwerks.
Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne betonte, das Projekt sei ein Vorbild für nachhaltige Nachverdichtung in Städten. Durch die Umnutzung bestehender Wohngebäude solle eine effizientere und sozial besser vernetzte Nachbarschaft entstehen.
Die Förderung in Höhe von 160.000 Euro ist auf drei Jahre angelegt und ermöglicht eine langfristige Planung und Umsetzung. Kommunen erhalten damit Instrumente, um ihre Wohnraumpolitik anzupassen und die Bürgerbeteiligung zu fördern. Der Erfolg des Projekts könnte künftige Ansätze für bezahlbaren Wohnraum in Niedersachsen prägen.
