25 December 2025, 12:39

Niedersachsen revolutioniert Förderverfahren: Bürokratie ade, Projekte starten schneller

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Niedersachsen revolutioniert Förderverfahren: Bürokratie ade, Projekte starten schneller

Niedersachsen hat seine Förderverfahren grundlegend reformiert, um Bürokratie abzubauen und die Genehmigung von Projekten zu beschleunigen. Die unter Finanzminister Gerald Heere eingeführten Neuerungen zielen darauf ab, Abläufe sowohl für Antragstellende als auch für die Verwaltung zu vereinfachen.

Eine zentrale Änderung ermöglicht es kleinen und mittleren Projekten, bereits vor der offiziellen Bewilligung der Fördermittel zu starten. Damit entfallen Wartezeiten, die bisher durch ausstehende Formalitäten entstanden.

Kommunen müssen künftig keine einzelnen Zahlungsanträge mehr einreichen. Stattdessen übernimmt ein standardisiertes Auszahlungssystem die Mittelabwicklung automatisch. Zudem wurde die Bagatellgrenze für Rückforderungsansprüche auf 2.500 Euro angehoben, was den Verwaltungsaufwand für Kleinstbeträge verringert. Nicht-öffentliche Empfänger sind nun von den Vergaberegeln befreit, was die Einhaltung von Vorschriften erleichtert. Bei kleineren Projekten können Zuwendungsempfänger auf Zwischenberichte verzichten, wodurch überflüssiger Papierkram entfällt. Die Frist für die Verwendung bewilligter Mittel wurde um sechs Monate verlängert, was den Empfängern mehr Spielraum gibt. Ein zweistufiges Prüfverfahren soll zudem die Abrechnung von Ausgaben vereinfachen. Künftige Förderprogramme dürften unter dem neuen System zügiger ablaufen.

Von den Reformen profitieren sowohl Zuwendungsempfänger als auch Verwaltungsstellen. Projekte können schneller starten, Genehmigungen werden beschleunigt, und die Berichtspflichten wurden reduziert. Die Änderungen treten mit sofortiger Wirkung gemäß den aktualisierten Richtlinien in Kraft.