15 April 2026, 00:29

Neue Gerichtsverhandlung gegen Julian Reichelt für 2026 angesetzt

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und spricht während einer Presseveranstaltung mit einem Banner im Hintergrund.

Neue Gerichtsverhandlung gegen Julian Reichelt für 2026 angesetzt

Im Rechtsstreit um den ehemaligen Bild-Chefredakteur Julian Reichelt gibt es neue Entwicklungen. Der Fall, der sich um Vorwürfe wegen Fehlverhaltens am Arbeitsplatz und sexueller Nötigung dreht, soll 2026 erneut vor Gericht verhandelt werden. Unterdessen bereitet der öffentlich-rechtliche Sender NDR die Vernehmung von Zeugen vor, um die in einem inzwischen nicht mehr verfügbaren investigativen Bericht erhobenen Vorwürfe zu untermauern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Reichelt hat die Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen und sich selbst als Opfer politischer Angriffe dargestellt, statt eigenes Fehlverhalten einzuräumen.

Die Kontroverse begann nach einer 2022 bei ARD ausgestrahlten Sendung von Reschke Fernsehen, in der Reichelt beschuldigt wurde, weibliche Mitarbeiterinnen zu sexuellen Beziehungen gedrängt zu haben. Eine Zeugin behauptete, er habe sie zu einer Beziehung genötigt, während die ähnlichen Vorwürfe einer anderen Frau später als unbegründet eingestuft wurden. Die Sendung ist nicht mehr abrufbar, da die zweijährige Aufbewahrungsfrist in der ARD-Mediathek abgelaufen ist.

Eine interne Untersuchung durch Reichelts damaligen Arbeitgeber, Axel Springer, ließ zentrale Fragen offen. Ungeklärt blieb, wie viele Affären er mit Kolleginnen hatte und ob er seine Position missbraucht hatte. Mehrere Frauen, die sich während der Ermittlungen äußerten, sollen danach berufliche Konsequenzen erlebt haben.

Reichelt hat die Vorwürfe durchgehend bestritten und bisher keine öffentliche Selbstreflexion gezeigt. Stattdessen inszeniert er sich als Opfer einer gezielten Kampagne. Der NDR hingegen treibt die juristische Aufarbeitung voran und plant, Zeugen zu laden, um die ursprünglichen Anschuldigungen zu bestätigen. Warum der Sender den Fall weiterverfolgt, hat er nicht erläutert.

Die nächste Gerichtsverhandlung, die für das Frühjahr 2026 angesetzt ist, könnte endlich Klarheit in die noch offenen Fragen bringen. Der Rechtsstreit wird zeigen, ob die Vorwürfe gegen Reichelt haltbar sind. Sollten die Zeugen glaubwürdige Aussagen machen, könnte der Fall langjährige Unklarheiten über sein Verhalten aufdecken. Bis dahin beteuert der ehemalige Chefredakteur seine Unschuld, während der NDR seine Beweismittel für den Prozess vorbereitet.

Quelle