28 June 2026, 02:20

Neue Ermittlungen gegen René Benko wegen Millionenbetrugs bei Signa

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

Neue Ermittlungen gegen René Benko wegen Millionenbetrugs bei Signa

Münchner Staatsanwälte haben ein neues Ermittlungsverfahren gegen René Benko wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Geldern eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe des Vertrauensbruchs und des Betrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Benko, der bereits seit Januar 2025 in Untersuchungshaft sitzt, sieht sich nun mit der 18. Strafuntersuchung im Zusammenhang mit der Signa-Affäre konfrontiert.

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Die jüngsten Vorwürfe betreffen die Firma Signa Prime Selection, die als eine Art finanzieller „Staubsauger“ beschrieben wird. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Gelder abgezogen zu haben, die ursprünglich für verschiedene Immobilienprojekte bestimmt waren. Ein Fall betrifft eine Zahlung von 120 Millionen Euro für das Münchner Bahnhofplatz-Projekt, bei dem die Mittel angeblich umgeleitet wurden.

Ähnliche Vorwürfe gibt es im Zusammenhang mit einer 187-Millionen-Euro-Investition eines saudischen Staatsfonds. Die Staatsanwaltschaft vermutet zudem, dass Benko und weitere Signa-Manager Gelder veruntreut und der Raiffeisen Bank International Informationen vorenthalten haben. Unterdessen rückt in Benkos Privatinsolvenzverfahren eine Reihe wertvoller Damenringe in den Fokus.

Am kommenden Donnerstag wird sich der österreichische Oberste Gerichtshof mit Berufungen in Benkos erstem Insolvenzverschleppungsprozess befassen. Sollte er in den aktuellen Ermittlungen verurteilt werden, wäre es das erste Mal, dass er im Rahmen der Signa-Affäre offiziell als verurteilter Straftäter gelten würde.

Die neuen Ermittlungen verschärfen die ohnehin wachsenden juristischen Probleme für Benko. Die Staatsanwaltschaft prüft weiterhin finanzielle Unregelmäßigkeiten in Verbindung mit seinem Unternehmensimperium. Die Ergebnisse dieser Verfahren könnten erhebliche rechtliche und finanzielle Folgen für alle Beteiligten haben.

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