07 May 2026, 12:28

"Nation von Weicheiern": Herrenknecht-Chef warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Niedergang

Ausführliche alte Karte von Weimar, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten sowie zusätzlichem Text über die Stadt.

"Nation von Weicheiern": Herrenknecht-Chef warnt vor Deutschlands wirtschaftlichem Niedergang

Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, hat drastische Warnungen zur wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands ausgesprochen. Der Chef des weltweit führenden Herstellers von Tunnelvortriebsmaschinen bezeichnete die Bundesrepublik als eine „Nation von Weicheiern mit überzogenen Ansprüchen“. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit wachsender Frustration über Bürokratie und stockende Fortschritte bei Großprojekten.

Die Herrenknecht AG mit Sitz in Schwanau im Ortenaukreis beschäftigt weltweit rund 5.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen war maßgeblich an einigen der größten Infrastrukturprojekte Europas beteiligt, darunter der Gotthard-Basistunnel, der Brenner-Basistunnel und das Bahnprojekt Stuttgart 21.

Herrenknecht kritisierte die regulatorischen Hürden in Deutschland und behauptete, er würde sein Unternehmen unter den heutigen Bedingungen wegen der überbordenden Bürokratie nicht mehr gründen können. Als Beispiel nannte er ein Logistikzentrum in Baden-Württemberg, dessen Planung sich über dreieinhalb Jahre hinzog – während ein vergleichbares Projekt in Chennai, Indien, bereits nach nur drei Monaten genehmigt wurde.

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Der Vorstandsvorsitzende warnte, dass Deutschland ohne dringende Reformen „geradewegs gegen die Wand fährt“. Er beschrieb das Land als gefangen in einem „Dornröschen-Schlaf“, unfähig, sich schnell genug an den globalen Wettbewerb anzupassen.

Herrenknechts Aussagen spiegeln tiefe Sorgen über die wirtschaftliche Effizienz Deutschlands wider. Die Verzögerungen bei Infrastrukturvorhaben und Genehmigungsverfahren stehen in krassem Gegensatz zu deutlich schnelleren Abläufen im Ausland. Seine Warnungen deuten darauf hin, dass das Land ohne Kurswechsel in Schlüsselbranchen weiter zurückfallen könnte.

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