Madrid verhängt Rekordstrafen gegen Lärm im Estadio Metropolitano 2025
Maximilian SchönlandMadrid verhängt Rekordstrafen gegen Lärm im Estadio Metropolitano 2025
Stadtrat von Madrid verhängt hohe Strafen gegen Veranstaltungen im Estadio Metropolitano wegen Lärmverstößen im Jahr 2025
Der Stadtrat von Madrid hat hohe Bußgelder gegen Veranstaltungen im Estadio Metropolitano wegen Überschreitungen der Lärmgrenzwerte im Jahr 2025 verhängt. Die höchste Strafe in Höhe von 80.800,80 Euro wurde einem Konzert der Band AC/DC auferlegt – begründet mit einem „sehr schweren“ Verstoß. Anwohner in der Nähe der Arena hatten wiederholt über übermäßigen Lärm und Belästigungen geklagt.
Laut Messungen der Municipal Police lagen die Schallpegel beim AC/DC-Konzert fünf bis zehn Dezibel über dem gesetzlich zulässigen Nachtgrenzwert. Die Strafe für diesen Vorfall zählt zu den höchsten lärmbedingten Sanktionen, die in den letzten Jahren gegen eine große Veranstaltungsstätte in Madrid verhängt wurden.
Andere Events erhielten geringere Strafen: Ein Konzert von Imagine Dragons wurde mit 500 Euro belegt, nachdem der Lärmpegel nachts um vier Dezibel überschritten worden war – ein als „geringfügig“ eingestufter Verstoß. Das International Madcup Youth Football Tournament musste 180 Euro für eine ähnliche Überschreitung am Tag zahlen.
Insgesamt führte der Stadtrat im Jahr 2025 29 Lärmkontrollen im Stadion durch. Bei vier davon wurden Verstöße festgestellt, während 14 Untersuchungen die vollständige Einhaltung der Vorschriften bestätigten. Die Staatsanwaltschaft der Provinz Madrid hat inzwischen eigene Ermittlungen zu den Lärmproblemen eingeleitet, nachdem der Bürgerbeauftragte seine ursprünglichen Untersuchungen eingestellt hatte.
Um das Problem einzudämmen, hat der Stadtrat Maßnahmen zur Reduzierung der akustischen Belastung ergriffen. Dazu gehören die Installation schallabsorbierender Paneele sowie die gezielte Ausrichtung der Beschallungsanlagen. Die verhängten Strafen und laufenden Ermittlungen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Großveranstaltungen mit den Interessen der Anwohner in Einklang zu bringen.






