Lohnverhandlungen für die Holz- und Kunststoffindustrie in Osnabrück enden ergebnislos
Maximilian SchönlandLohnverhandlungen für die Holz- und Kunststoffindustrie in Osnabrück enden ergebnislos
Tarifverhandlungen für Holz- und Kunststoffindustrie in Osnabrück enden ergebnislos
Erste Runde der Lohnverhandlungen für die Holz- und Kunststoffbranche in Niedersachsen scheitert – Arbeitgeber legen kein Angebot vor
- November 2025, 06:24 Uhr
Stichworte: Industrie, Wirtschaft
Die erste Verhandlungsrunde für neue Tarifverträge in der niedersächsischen Holz- und Kunststoffindustrie ist ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeberseite unterbreitete der Gewerkschaft IG Metall kein Angebot, sodass die Beschäftigten weiterhin ohne konkrete Lohnvereinbarung dastehen. Die Gewerkschaft zeigte sich enttäuscht über die ausbleibende Verhandlungsbereitschaft.
IG Metall war mit der Forderung nach einer fünfprozentigen Lohnerhöhung über zwölf Monate in die Gespräche gegangen. Zudem forderte die Gewerkschaft höhere Ausbildungszuschüsse sowie eine exklusive Leistung für ihre Mitglieder. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Arbeitgeberverband Niedersachsen und Bremen der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie e. V., legten jedoch weder in der ersten noch in der zweiten Verhandlungsrunde einen Vorschlag vor.
Beschäftigte von Unternehmen wie Nolte Küchen in Melle hatten mit Streiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt. Trotz der Arbeitsniederlegungen blieb bis zum letzten Verhandlungstermin am 10. Dezember 2025 jedoch jedes konkrete Angebot aus. Die Gewerkschaft betont die Dringlichkeit deutlicher Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation der Beschäftigten.
Durch die festgefahrenen Verhandlungen bleibt die Belegschaft der Branche vorerst ohne neuen Tarifvertrag. IG Metall hält an ihren Forderungen nach höheren Löhnen und besserer Ausbildungsförderung fest. Weitere Gespräche sollen den Streit beilegen.