23 January 2026, 18:42

Lebenslänglich für kaltblütigen Mord nach Grillfest-Streit vor 20 Jahren

Ein Buchumschlag mit einem Mann in Hut mit einem menschlichen Gesicht, der eine Waffe hält, mit der Aufschrift "Rouletable Chez le Tsar".

Mörder nach über 20 Jahren wegen Verbrechen verurteilt - Lebenslänglich für kaltblütigen Mord nach Grillfest-Streit vor 20 Jahren

Ein 43-jähriger Mann ist wegen eines vor über zwei Jahrzehnten begangenen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Tat ereignete sich in einer Kiesgrube bei Buxtehude, wo das Opfer während einer Auseinandersetzung, die bei einem Grillfest begonnen hatte, dreimal erschossen wurde.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass es sich um einen vorsätzlichen Mord handelte, und wies die Aussage des Angeklagten zurück, er habe das Opfer lediglich zur Rede stellen wollen. Sein Geständnis im Jahr 2023 führte die Richter zu der Überzeugung, dass die Tat im Voraus geplant worden war.

Das Opfer wurde von drei weiteren Männern in die Kiesgrube gelockt, wo der 43-Jährige bereits auf es wartete. Der erste Schuss aus der Schrotflinte war tödlich, gefolgt von zwei weiteren Schüssen. Der Streit, der die Attacke auslöste, hatte sich bereits zuvor bei dem gemeinsamen Grillfest ereignet. Gegen die drei mutmaßlichen Komplizen läuft noch ein separates Verfahren. Ihre Identitäten sind nicht öffentlich bekannt, doch aus Gerichtsakten geht hervor, dass der Bundesgerichtshof (BGH) 2026 ein früheres Urteil wegen Totschlags in diesem Fall aufhob.

Mit der Verurteilung endet ein Kapitel in diesem langjährigen Fall. Der Angeklagte muss eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen, da das Gericht den Mord als heimtückisch einstufte. Gleichzeitig laufen die Verfahren gegen die drei anderen Männer weiter.