03 January 2026, 00:25

Landarztquote in Niedersachsen: 44 neue Medizinstudierende starten mit klarem Auftrag

Eine Flasche liegt auf dem Boden zwischen Pflanzen, trockenem Gras und Erde, mit sichtbarem Text auf der Flasche.

44 angehende Landärzte beginnen ihr Medizinstudium - Landarztquote in Niedersachsen: 44 neue Medizinstudierende starten mit klarem Auftrag

44 Medizinstudierende starten im Wintersemester über die Landarztquote Niedersachsens

44 Medizinstudierende haben in diesem Wintersemester ihre Ausbildung im Rahmen der Landarztquote Niedersachsens begonnen. Das Programm soll den Ärztemangel in ländlichen Regionen bekämpfen, indem es Studienplätze im Austausch für eine langfristige Verpflichtung anbietet. Wer aufgenommen wird, muss später mindestens ein Jahrzehnt als Hausarzt in unterversorgten Gebieten arbeiten – andernfalls drohen hohe finanzielle Strafen.

Die aktuelle Kohorte besteht aus 30 Frauen und 13 Männern, die auf drei Universitäten verteilt sind: 18 studieren in Hannover, 14 in Göttingen und 12 in Oldenburg. Damit sind für das Wintersemester 2025/26 insgesamt 60 Quotenplätze vergeben – ein Zeichen für die wachsende Attraktivität des Programms.

Die Bewerbungen gingen in diesem Jahr auf 204 zurück, was vermutlich auf die vorgezogene Frist zurückzuführen ist. Dennoch wurden alle verfügbaren Plätze besetzt. Der Bedarf bleibt jedoch hoch: Allein im Frühjahr 2025 fehlen 250 Ärztinnen und Ärzte, um die medizinische Versorgung flächendeckend zu sichern. Für das akademische Jahr 2026/27 sind weitere 60 Quotenplätze vorgesehen, aufgeteilt auf das Winter- und Sommersemester. Die Bewerbungsphase läuft vom 1. bis 31. Januar 2026. Zudem erhält Göttingen 15 zusätzliche Plätze für das Sommersemester. Studierende, die ihren Vertrag später brechen, müssen mit Rückzahlungen von bis zu 250.000 Euro rechnen – eine klare Absichtserklärung des Programms, die langfristige ärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu sichern.

Die Landarztquote schließt nach und nach die Lücken in Niedersachsens medizinischer Versorgung. Mit 44 neuen Studierenden in der Ausbildung wächst das Programm weiter. Künftige Fristen und zusätzliche Plätze sollen noch mehr Nachwuchs für unterversorgte Regionen gewinnen.