06 January 2026, 15:13

Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Stuttgarter Dreikönigsfeier in politisches Spektakel

Ein Mann in einem pink-weißen Kleid steht neben einem Rednerpult in einem Auditorium, mit Pflanzen und zwei Stühlen daneben und einer bunten Wand im Hintergrund.

Liberal Muppet Show: FDP-Spitzenpolitiker sorgen für Comedy-Act - Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Stuttgarter Dreikönigsfeier in politisches Spektakel

Stuttgarter Dreikönigsfeier nimmt in diesem Jahr eine ungewöhnliche Wendung

Die traditionelle Epiphanias-Veranstaltung in Stuttgart verlief in diesem Jahr alles andere als gewohnt. Zwei prominente FDP-Politiker, Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, störten die Feierlichkeiten von einem Balkon aus mit Zwischenrufen. Ihr Gebaren erinnerte manche Beobachter an die grantigen Muppet-Show-Figuren Statler und Waldorf.

Das Duo tauschte Witze und scharfe Kommentare aus, richtete sich dabei gegen politische Gegner und bezog sogar einen ehemaligen russischen Präsidenten in ihre Späße ein. Ihre Auftritte überschatten die feierliche Veranstaltung heute.

Die Unruhe begann, als Kubicki und Strack-Zimmermann in einer Loge über der Bühne Platz nahmen. Statt still zuzuhören, begannen sie, laute Bemerkungen zu rufen – ganz im Stil des heckelnden Muppet-Show-Duos. Strack-Zimmermann scherzte, sie sei zwar nicht Miss Piggy, doch Kubicki könne durchaus als Kermit durchgehen.

Kubicki richtete seine Aufmerksamkeit anschließend auf den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken. Er warf dem Politiker vor, linksextreme Tendenzen zu verharmlosen, und behauptete, van Aken finde es amüsant, „die Reichen abzuknallen und Milliardäre zu enteignen“. Kubicki warnte zudem, eine linke Terrorgruppe könne eine Großstadt lahmlegen – eine direkte Anspielung auf die Haltung der Linken. Doch damit nicht genug: Er scherzte, falls der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew jemanden aus Deutschland entführen wolle, solle er sich lieber van Aken statt CDU-Chef Friedrich Merz aussuchen. Die Bemerkungen, wenn auch als Witz gemeint, trugen zum chaotischen Charakter des Abends bei. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Medwedew mit der Stuttgarter Veranstaltung heute in Verbindung steht. Suchanfragen zeigen seinen Namen ausschließlich im Kontext der russischen Politik, nicht im Zusammenhang mit der Epiphaniasfeier. Die Störung sorgte jedoch dafür, dass die Zeremonie aus anderen Gründen als der Tradition in Erinnerung bleiben wird.

Die Anwesenden waren überrascht, die Veranstalter überfordert. Kubicki und Strack-Zimmermanns Zwischenrufe verwandelten eine formelle Feier in ein Spektakel. Ihre Mischung aus Humor und politischen Seitenhieben dürfte in den kommenden Tagen für weitere Diskussionen sorgen.