12 December 2025, 02:32

Klaasohm-Fest auf Borkum verbietet umstrittenes Kuhhorn-Schlagen für immer

Eine Kuhskulptur mit einem Mann dahinter, umgeben von Blumen, mit ein paar Menschen neben einem Tempel und Bäumen im Hintergrund.

Kein mehr mit Kuhhörnern schlagen beim Klaasohm auf Borkum - Klaasohm-Fest auf Borkum verbietet umstrittenes Kuhhorn-Schlagen für immer

Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum

Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum

Kein Kuhhorn-Schlagen mehr beim Klaasohm-Fest auf Borkum

  1. November 2025, 03:08 Uhr

Das Klaasohm-Fest 2024 auf der Insel Borkum sorgte bundesweit für Kritik, nachdem eine umstrittene Tradition in den Fokus geriet. Ein investigativer Bericht deckte auf, dass Frauen bei früheren Feiern mit Kuhhörnern geschlagen worden waren – was Empörung auslöste. Lokale Veranstalter und Behörden reagierten mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen für die diesjährige Ausgabe.

Die Praxis, Frauen während des Klaasohm-Fests mit Kuhhörnern zu schlagen, geriet nach einem Panorama-Bericht des ARD 2024 massiv in die Kritik. Die Sendung zeigte aggressive Übergriffe aus vergangenen Jahren, was zu öffentlicher Empörung führte. Später gingen bei der Behörde 25 Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung ein, zudem gab es Vorwürfe, Behörden hätten Ermittlungen behindert.

Die örtlichen Organisatoren, unterstützt von Bürgermeister Jürgen Akkermann und seiner Stellvertreterin Melanie Helms, verteidigten zwar das Fest, willigten aber in Änderungen ein. Beim diesjährigen Event gab es verstärkte Polizeistreifen, geschulte Ordner, eine spezielle Hotline und geschützte Räume, in denen Frauen Vorfälle melden konnten. Trotz der Kontroverse verlief das Fest laut Behörde ohne größere Störungen.

Als Reaktion auf die Kritik strich der Verein Borkumer Jungens die Kuhhorn-Tradition endgültig. Die Staatsanwaltschaft Aurich stellte die Ermittlungen später ein – mit der Begründung, es lägen keine formellen Anzeigen der Betroffenen vor.

Das Klaasohm-Fest 2024 endete ohne schwerwiegende Zwischenfälle, was die Wirksamkeit der neuen Sicherheitsmaßnahmen bestätigte. Das Verbot des Kuhhorn-Schlagens bleibt bestehen und markiert einen dauerhaften Wandel in der Festkultur. Sollten neue Erkenntnisse auftauchen, schließen die Behörden weitere Überprüfungen jedoch nicht aus.