05 June 2026, 16:04

Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins für ihren Kampf um Inklusion

Paralympicsiegerin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins für ihren Kampf um Inklusion

Kirsten Bruhn, ehemalige Paralympics-Schwimmerin und Aktivistin für die Rechte von Menschen mit Behinderung, ist zur Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins ernannt worden. Sie ist erst die zweite Frau, die diese Auszeichnung erhält – eine Würdigung ihrer Leistungen im Sport und ihrem Einsatz für mehr Inklusion. Bruhns Weg von der Spitzensportlerin zur Vorkämpferin für Teilhabe hat in ganz Deutschland viele Menschen inspiriert.

Als jüngstes von fünf Kindern wuchs Bruhn mit dem festen Willen auf, sich zu beweisen – besonders als Tochter zweier Leistungsschwimmer. Ihr Vater führte sie bereits mit drei Jahren ans Wasser heran, warf sie kurzerhand ins Becken und gab ihr einen einfachen Befehl: Schwimm. Mit Anfang zwanzig trainierte sie täglich sechs Stunden – nicht aus Druck, sondern aus purer Leidenschaft für den Sport.

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Doch 1991 änderte ein Motorradunfall ihr Leben schlagartig. Während der Rehabilitation entdeckte sie das Schwimmen wieder und kehrte mit unerbittlichem Ehrgeiz in den Wettkampfsport zurück. Im Laufe ihrer Paralympics-Karriere gewann Bruhn zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen – und erwarb sich den Ruf einer zähen, unermüdlichen Kämpferin.

Jenseits des Sports arbeitete sie für eine Krankenkasse und setzte sich dort für eine bessere Behandlung von Menschen mit Behinderung ein. Ihr Engagement zielt darauf ab, den Blick der Gesellschaft zu verändern: weg von dem, was Menschen mit Behinderung nicht können, hin zu dem, was sie leisten können.

Bruhns Vermächtnis umfasst sowohl sportliche Erfolge als auch gesellschaftliches Wirken. Die Ehrenbürgerschaft unterstreicht ihren Einfluss auf die Behindertenrechte in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig steht die Auszeichnung für ihre zentrale Botschaft: Nicht die Einschränkungen, sondern die Fähigkeiten sollten bestimmen, wie die Gesellschaft Menschen mit Behinderung sieht.

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