06 January 2026, 02:54

KI-Sensoren sollen Radfahrer:innen in Stuttgart vor Unfällen schützen

Fahrräder, die in der Nähe einer Briefkasten mit einem Sicherheitskegel darauf geparkt sind, ein Plakat an einer Wand im Hintergrund und ein Weg am unteren Rand des Bildes.

KI-Sensoren sollen Radfahrer:innen in Stuttgart vor Unfällen schützen

Forschungsprojekt BikeDetect: KI-gestützte Sensoren sollen Radfahrer:innen im Straßenverkehr schützen

Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen BikeDetect arbeitet daran, das Radfahren sicherer zu machen – durch die Entwicklung eines Assistenzsystems für Autos und Lkw. Die Technologie soll Radfahrer:innen erkennen und den Abstand zwischen ihnen und Fahrzeugen messen. Das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt läuft über 18 Monate und erhält rund 200.000 Euro aus dem Innovationsprogramm mFUND.

Leiter des Projekts ist Professor Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez von der Universität Oldenburg. Sein Team kooperiert mit der iotec GmbH aus Ahaus sowie der Stadt Stuttgart, die als assoziierter Partner fungiert. Gemeinsam testen sie verschiedene Sensorkombinationen, um die zuverlässigste und kostengünstigste Methode zur Erkennung von Radfahrer:innen aus dem Fahrzeuginneren zu finden.

Erprobt werden unterschiedliche Technologien, darunter Ultraschall-, Radar- und optische Sensoren zur Abstandsmessung. Für die Detektion von Radfahrer:innen setzen die Forscher:innen auf LiDAR, 3D-Kameras und Wärmebildtechnik. Die gesammelten Daten werden von einem KI-System analysiert, wobei die Universität Oldenburg Modelle trainiert, um die Erkennungsgenauigkeit zu verbessern. Ab Oktober sollen Praxistests in Stuttgart starten: Ein mit der Sensortechnik ausgestattetes Forschungsfahrzeug wird ausgewählte Strecken in der Stadt befahren. Stuttgart steuert dabei abwechslungsreiche Testrouten bei, um sicherzustellen, dass das System unter verschiedenen städtischen Bedingungen funktioniert.

Das BikeDetect-Projekt könnte Autofahrer:innen künftig bessere Werkzeuge an die Hand geben, um Radfahrer:innen rechtzeitig zu erkennen und Kollisionen zu vermeiden. Bei Erfolg könnte die Technologie dazu beitragen, Unfälle zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Stadt Stuttgart sieht in der Initiative einen vielversprechenden Schritt, um gefährdete Verkehrsteilnehmende durch Innovation besser zu schützen.