15 May 2026, 18:24

Kernkraftwerk Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung für Rückbau bis 2039

Luftaufnahme einer Solarpark mit Solarpanelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Kernkraftwerk Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung für Rückbau bis 2039

Kernkraftwerk Grohnde erhält endgültige Stilllegungsgenehmigung – Weg für vollständigen Rückbau bis 2039 frei

Das Kernkraftwerk Grohnde hat die letzte Genehmigung für seine endgültige Stilllegung erhalten und damit einen entscheidenden Schritt hin zur dauerhaften Abschaltung vollzogen. Umweltminister Christian Meyer bestätigte, dass das Werk nie wieder in Betrieb gehen werde und der Weg für den vollständigen Rückbau bis 2039 geebnet sei. Die jüngste Freigabe ist das Ergebnis jahrelanger Planung und behördlicher Schritte, um den Standort endgültig zu schließen.

Der Betreiber PreussenElektra hatte die zweite Stilllegungsgenehmigung 2024 beantragt. Dies folgte auf die erste Genehmigung, die im Dezember 2023 erteilt worden war und mit der die ersten Rückbauarbeiten beginnen konnten. Bis Anfang April 2026 wurden die letzten Brennelemente in das standorteigene Zwischenlager Grohnde verbracht – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Rückbau.

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Die neue Genehmigung ermöglicht nun zentrale Abrissarbeiten, darunter die Demontage des Reaktordruckbehälters und seines biologischen Schutzschilds. Die Arbeiten an den inneren Komponenten des Behälters sollen im Herbst 2026 beginnen. Die Behörden rechnen damit, dass der gesamte Rückbauprozess bis 2039 abgeschlossen sein wird.

Über die Stilllegungsmaßnahmen hinaus plant die Region den Umstieg auf erneuerbare Energien. Auf dem Gelände in Grohnde entsteht der Emmerthaler Energiecluster, der Teil der größeren Abkehr von der Kernenergie in Deutschland ist.

Mit der finalen Genehmigung wird der Rückbau des Kraftwerks Grohnde in den kommenden Jahren schrittweise voranschreiten. Zunächst werden die Kernkomponenten des Reaktors demontiert, gefolgt von der umfassenden Freimachung des Geländes. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Standort für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien genutzt werden – als Teil der deutschen Energiewende.

Quelle