29 March 2026, 14:23

Jannik Balint startet Kampagne gegen CDU-Herrschaft in Sachsen-Anhalt

Schwarz-weißes Bild einer Gruppe, die mit Fahnen und Spruchbändern die Straße entlang marschiert, mit einem Lichtmast links und einer Tafel rechts mit der Aufschrift "Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei in Berlin".

Jannik Balint startet Kampagne gegen CDU-Herrschaft in Sachsen-Anhalt

Der Kandidat der Linken für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Jannik Balint, hat im Halleschen Stadtteil Mitte-Nord eine ehrgeizige Kampagne gestartet. Bei einer jüngsten Veranstaltung skizzierte er seine Pläne, die Vorherrschaft der CDU herauszufordern – während gleichzeitig die wachsende Unterstützung für die rechtsextreme AfD thematisiert wurde.

Über 100 Anwohner versammelten sich, um Balints Vision für die anstehende Landtagswahl am 6. September 2026 zu hören. Er kritisierte die von der CDU geführte Landesregierung scharf für niedrige Löhne, unzureichende Renten, marode Schulen und explodierende Pflegekosten. Im Rahmen seines Kampagnentags klopfte er an 800 Türen, um direkt mit den Wählern ins Gespräch zu kommen.

Balint kündigte an, sein Landtagsgehalt im Falle einer Wahl auf 2.750 Euro – dem deutschen Durchschnittseinkommen – zu deckeln. Den verbleibenden Betrag wolle er in lokale Sozialprojekte investieren. Mit diesem Schritt will er einen Kontrast zu dem setzen, was er als Versagen von CDU und ihren Bündnispartnern bezeichnet.

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Aktuell hält die CDU 35 der 97 Sitze im Landtag, steht aber unter Druck: Die AfD liegt in Umfragen bei 38 Prozent, während die CDU nur noch auf 25 Prozent kommt. Innerhalb der Union wird weiterhin diskutiert, ob eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD infrage kommt – oder ob man riskieren will, eine von Rechtsextremen geduldete Regierung zu ermöglichen. Bei der Bundestagswahl 2025 hatte Die Linke die AfD in Halle Mitte-Nord knapp überholt, ein Zeichen für wandelnde Wählerloyalitäten.

Balints Kampagne setzt auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Basisarbeit, während die Linke versucht, wieder an Einfluss zu gewinnen. Angesichts des CDU-Kampfes gegen den AfD-Aufschwung und der Gefahr, dass demokratische Parteien ihre Mehrheit verlieren, bleibt die Zukunft Sachsen-Anhalts ungewiss. Sein Gehaltsverzicht und der direkte Wählerkontakt deuten auf einen dringenden Wandel hin – noch vor der Wahl 2026.

Quelle