IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn gegen sinkende Kaufkraft in der Holz- und Kunststoffbranche
Maximilian SchönlandIG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn gegen sinkende Kaufkraft in der Holz- und Kunststoffbranche
Beschäftigte in der deutschen Holz- und Kunststoffindustrie fordern höhere Löhne, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Gewerkschaft IG Metall verlangt in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eine Lohnerhöhung von fünf Prozent. Die Forderung kommt nach einem deutlichen Rückgang der Kaufkraft seit dem Jahr 2022.
Der Vorstoß der Gewerkschaft erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Verbraucherpreise in Deutschland seit Anfang 2022 um 17,4 Prozent gestiegen sind. Diese Inflation, die vom Verbraucherpreisindex (VPI) und dem harmonisierten HVPI erfasst wird, hat das Lohnwachstum überholt. Im gleichen Zeitraum stiegen die Löhne lediglich um 12,9 Prozent, was die Arbeitnehmer finanziell stark belastet.
IG Metall argumentiert, dass sich die Schere zwischen Einkommen und Ausgaben zu weit geöffnet habe. Die aktuelle Forderung zielt auf eine zwölftmonatige Lohnvereinbarung ab. Die Arbeitgeber der Branche haben auf den Vorschlag bisher noch nicht reagiert.
Sollte die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn durchgesetzt werden, würde dies helfen, die Kluft zwischen Löhnen und Inflation zu verringern. Von dem Ergebnis wären rund 100.000 Beschäftigte in den beiden Bundesländern betroffen. Die Verhandlungen werden voraussichtlich in den kommenden Wochen fortgesetzt.