Hygieneskandale im Landkreis Gifhorn: Jeder fünfte Betrieb fällt durch Kontrollen
Maximilian SchönlandHygieneskandale im Landkreis Gifhorn: Jeder fünfte Betrieb fällt durch Kontrollen
Lebensmittelkontrollen im Landkreis Gifhorn decken wiederholte Hygienemängel auf
Bei Lebensmittelsicherheitskontrollen im Landkreis Gifhorn wurden in zahlreichen Betrieben immer wieder Hygienemängel festgestellt. Allein im Jahr 2025 hielten 139 Unternehmen die vorgeschriebenen Hygiene- oder Gesundheitsschutzstandards nicht ein. Die Behörden haben daraufhin die Überprüfungen intensiviert und planen für 2026 weitere Kontrollen.
Der Landkreis Gifhorn überwacht im Rahmen seines Lebensmittelsicherheitsprogramms insgesamt 616 gastronomische Betriebe. 2025 führten die Kontrolleure 171 Routineinspektionen und 60 gezielte Prüfungen durch. Die häufigsten Verstöße betrafen mangelhaftes Hygienemanagement, betriebliche Versäumnisse, falsche Lebensmittelkennzeichnung sowie Nichteinhaltung der Vorschriften zur Zusammensetzung von Lebensmitteln.
Ursprünglich hatte der Landkreis für 2025 ein Ziel von 669 risikobasierten Kontrollen gesetzt, erreichte jedoch nur etwa 64 Prozent davon. Bis zum ersten Quartal 2026 wurden bereits 33 Routineprüfungen und 23 gezielte Kontrollen durchgeführt. Das diesjährige Soll liegt bei 654 Inspektionen, wovon bis Ende März bereits 11,4 Prozent abgeschlossen wurden.
Bei festgestellten Verstößen griffen die Behörden ein. Die Maßnahmen reichten von mündlichen Verwarnungen und Mängelberichten über Bußgelder und vorübergehende Schließungen bis hin zur Beschlagnahmung von Waren in schweren Fällen. Bei Bedarf wurden zudem Nachkontrollen angesetzt.
Im frühen Jahresverlauf 2026 wurden 37 Betriebe wegen Hygiene- oder Gesundheitsschutzverstößen beanstandet. Der Landkreis führt jedoch keine vierteljährlichen Überprüfungen der Kontrollziele durch.
Die Inspektionen im Landkreis Gifhorn fördern weiterhin in einer beachtlichen Anzahl von Betrieben Hygienemängel zutage. Angesichts der Hunderten überwachten Einrichtungen bleiben die Behörden darauf bedacht, die Einhaltung der Standards durch Verwarnungen, Strafen und – wo nötig – Schließungen durchzusetzen. Das Kontrollprogramm für 2026 läuft bereits und sieht bis Jahresende über 650 Prüfungen vor.






