Hybride Sitzungen in Kommunen stärken Gleichstellung und politische Teilhabe
Maximilian SchönlandHybride Sitzungen in Kommunen stärken Gleichstellung und politische Teilhabe
Hohe Zufriedenheit mit Regelungen für hybride Sitzungen in kommunalen Gremien – Landesregierung übermittelt Evaluation an Landtag
Teaser: Das zentrale Ergebnis der Auswertung zeigt, dass die Regelungen für hybride Sitzungen auf hohe Zufriedenheit bei allen Nutzergruppen stoßen. Besonders groß ist die Zufriedenheit unter den Abgeordneten – also genau jener Gruppe, für die der Gesetzgeber die Regelung ursprünglich geschaffen hat.
Veröffentlichungsdatum: 9. Dezember 2025, 13:35 Uhr
Schlagwörter: Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik
Artikel: Hybride Sitzungen in Kommunen fördern die Gleichstellung und machen das öffentliche Engagement zugänglicher. Seit 2022 haben Gemeinden in Niedersachsen die dauerhafte Möglichkeit, Sitzungen sowohl in Präsenz als auch online abzuhalten. Diese Flexibilität erleichtert es Kommunalpolitiker:innen, Beruf, Familie und ehrenamtliche Tätigkeiten besser zu vereinbaren.
Die Änderung wurde 2022 eingeführt, als Niedersachsen hybride Sitzungen als festen Bestandteil der kommunalen Arbeit verankerte. Unterstützt wurde der Schritt vor allem von den Grünen, der SPD und Teilen liberaler Gruppen, die darin eine Chance sahen, politische Teilhabe zu modernisieren. Mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur und gezielten Maßnahmen zur Gleichstellung stieg die Bereitschaft von Frauen, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren.
Die Einführung hybrider Formate hat tatsächlich zu einer höheren Beteiligung von Frauen in der Kommunalpolitik geführt. Durch verbesserte digitale Werkzeuge und flexible Teilnahmeoptionen bieten Gemeinden heute ein ausgewogeneres Umfeld für öffentliches Engagement. Der Erfolg des Modells deutet darauf hin, dass es langfristig auch für andere Bundesländer zum Vorbild werden könnte.