05 June 2026, 16:04

Hünfelds Ehrenamtliche feiern ihr Engagement für Demokratie und Gemeinschaft

Freiwilligendienst für Hünfeld - Parlamentsabend im Rathaus

Hünfelds Ehrenamtliche feiern ihr Engagement für Demokratie und Gemeinschaft

Hünfelds Kommunalpolitiker trafen sich im Kolpinghaus, um das Ende der Wahlperiode 2021–2026 zu begehen. Bei dem Abendstand wurden ehrenamtliche Engagierte in der Politik gewürdigt – mit Auszeichnungen und Reden, die ihren Einsatz für die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellten. Die Hünfelder Stadtmusik und das Duo Zweiklang sorgten mit ihrer Musik für eine festliche Atmosphäre.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok und der Vorsitzende des Stadtrats, Jürgen Bohl, luden zum parlamentarischen Abend ein, um langjährige ehrenamtliche Arbeit zu ehren. Bohl dankte den scheidenden Magistratsmitgliedern, Stadträten und Beiräten für ihr Wirken – oft unsichtbar, doch unverzichtbar für die Demokratie. Zugleich warnte er vor einem besorgniserregenden Wandel in der Gesellschaft: Weg vom aktiven Mitgestalten, hin zu reiner Kritik, bei der Eigeninteressen zunehmend das Gemeinwohl überlagerten.

Bohl verwies zudem auf eine Zunahme an pauschalen Vorwürfen, wonach notwendige Entscheidungen als Schikane oder böswillige Absicht abgetan würden. Er kritisierte eine wachsende Besserwisserei und die abnehmende Bereitschaft, sich in sachliche Diskussionen einzubringen. Trotz dieser Herausforderungen rief Bürgermeister Tschesnok die Ehrenamtlichen dazu auf, weiter am Ball zu bleiben – ihr Engagement sei für die Gesellschaft von unschätzbarem Wert.

Im Rahmen der Veranstaltung ehrte die Stadt mehrere langjährige Kommunalpolitiker: Karin Grosch, Udo Tischler, Reiner Wenzel, Uwe Walter und Michael Vogt erhielten die Ehrennadel der Stadt Hünfeld für ihre politische Arbeit. Alexander Gradl, Pia Biedenbach und Annette Trapp wurden zu ehrenamtlichen Ortsvorstehern ernannt, während Ingrid Braun als „Doyenne der Stadt“ gewürdigt wurde.

Der Abend endete mit einem Dank an die Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Opferbereitschaft. Ihr Wirken in der Kommunalpolitik wurde als grundlegend für das gemeindliche Leben und die Funktionsfähigkeit der Demokratie hervorgehoben. Die Veranstaltung machte deutlich: Auch in Zeiten wachsender Skepsis und Individualisierung bleibt bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar.

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