Hitlers Paradenwagen: Seltenster Mercedes 770 bleibt unversteigert
Maximilian SchönlandHitlers Paradenwagen: Seltenster Mercedes 770 bleibt unversteigert
Ein ehemaliger Paradenwagen Adolf Hitlers, ein seltener Mercedes-Benz 770 (W 150), wurde kürzlich versteigert. Der sogenannte "Große Mercedes" wurde während zentraler Momente des Zweiten Weltkriegs genutzt. Die Auktion wurde von Worldwide Auctioneers geleitet, doch trotz eines hohen Gebots fand das Fahrzeug keinen neuen Besitzer.
Der Mercedes-Benz 770 war nach Hitlers exakten Vorgaben gefertigt worden. Er verfügte über eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenteile zum Schutz. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern, der 230 PS leistete – ein Fahrzeug, das sowohl kraftvoll als auch imposant wirkte.
Zwischen 1939 und 1943 nutzte Hitler den Wagen regelmäßig für Paraden, oft mit ausländischen Staatsführern an Bord. Am 6. Juli 1940 fuhr er damit durch Berlin, um den Sieg über Frankreich zu feiern. Noch im selben Jahr war er mit dem italienischen Diktator Benito Mussolini an seiner Seite durch München gefahren.
Nur 88 Exemplare dieses Modells wurden jemals gebaut, was seine Seltenheit noch unterstreicht. Der Wagen war nicht ausschließlich Hitler vorbehalten – auch der japanische Kaiser Hirohito und der spanische Diktator Francisco Franco nutzten ihn gelegentlich.
Nach Kriegsende beschlagnahmten die Alliierten das Fahrzeug und brachten es in die USA. Seither wurde es sorgfältig konserviert und befindet sich in exzellentem Zustand.
Bei der Versteigerung stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen US-Dollar, doch der Verkäufer lehnte es ab. Der Wagen bleibt eines der wenigen erhaltenen Exemplare aus Hitlers Paradenflotte. Seine historische Bedeutung und die geringe Stückzahl sorgen weiterhin für großes Interesse unter Sammlern.






