Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie-Engagement und kulturellen Einfluss
Margret auch SchlauchinHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie-Engagement und kulturellen Einfluss
Der Musiker Herbert Grönemeyer erhält in diesem Jahr den Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein lebenslanges Engagement für die Demokratie und seinen kulturellen Einfluss. Die Auszeichnung würdigt sein Eintreten für eine offene Gesellschaft sowie seinen jahrzehntelangen Prägung der deutschen Musikszene. Zu den früheren Preisträgern zählen die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin, die 2023 geehrt wurden.
Grönemeyer setzt sich seit Jahren öffentlich gegen rechtsextreme Politik ein. Die Flüchtlingsbewegung von 2015 bezeichnete er einst als "Glücksfall" für Deutschland und forderte wiederholt eine "Brandmauer gegen Rechts". Seine scharfe Kritik richtet sich auch gegen jene, die Extremismus dulden – sie nannte er in öffentlichen Statements "rechte Ratten".
Der Sänger warnte zudem, dass die deutsche Demokratie unter starkem Druck stehe. Er rief die Wähler dazu auf, Parteien zu unterstützen, die für Fortschritt und Gleichberechtigung eintreten. Über die Politik hinaus hat seine Musik die deutsche Popkultur geprägt und ihm einen festen Platz in der künstlerischen Geschichte des Landes gesichert.
Die Deutsche Nationalstiftung, die den Preis vergibt, fördert Zusammenhalt, Toleranz und globales Verständnis. Bundeskanzler Friedrich Merz wird die Auszeichnung überreichen und damit die Tradition fortführen, Persönlichkeiten zu ehren, die demokratische Werte stärken.
Der Preis würdigt Grönemeyers doppelte Rolle als Kulturikone und Verteidiger demokratischer Prinzipien. Durch seine Musik und sein gesellschaftspolitisches Engagement ist er zu einem Vorbild für soziale Gerechtigkeit geworden. Die Entscheidung der Stiftung spiegelt seinen anhaltenden Einfluss auf das öffentliche Leben in Deutschland wider.






