Heidekreis-Klinikum kämpft mit neuen Finanzrisiken trotz erfolgreicher Kostendämpfung
Margret auch SchlauchinHeidekreis-Klinikum kämpft mit neuen Finanzrisiken trotz erfolgreicher Kostendämpfung
Krankenhaus Heidekreis-Klinikum hält Kostensteigerungen seit 2020 deutlich niedriger als die meisten Bundesländer – doch neue Finanzbelastungen gefährden die Stabilität
Das Heidekreis-Klinikum hat es seit 2020 geschafft, die Kostensteigerungen deutlich geringer zu halten als die meisten anderen Bundesländer. Während die Pflegeausgaben in Ländern wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg um 25 bis 40 Prozent stiegen, begrenzte das Krankenhaus durch effiziente Haushaltsplanung den Anstieg auf nur 12 Prozent. Doch nun bedrohen neue finanzielle Belastungen diese Stabilität.
Der Landkreis hat die Defizite des Krankenhauses lange ausgeglichen: Im Haushalt 2026 sind bereits 8,2 Millionen Euro aus den Betriebskosten sowie 7 Millionen Euro für einen Neubau eingeplant. Die geplante Verlegung von Abteilungen von Soltau nach Walsrode sollte zudem noch 15 Millionen Euro an Defizitausgleichen einsparen.
Doch nun könnten geplante Bundeskrankenhausreformen das Budget für die Pflegekürzungen mit sich bringen – was zu einer Einnahmenlücke von 5 Millionen Euro führen würde. Dem Kreistag Heidekreis wurde kürzlich mitgeteilt, dass die Zuschüsse für das Krankenhaus deutlich erhöht werden müssten. Diese zusätzlichen Kosten setzen das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ernsthaft auf die Probe.
Trotz der bisherigen Kostendisziplin hat sich die finanzielle Lage des Krankenhauses verschlechtert. Ohne Anpassungen könnte das erwartete Defizit von 5 Millionen Euro entweder höhere Kreiszuwendungen oder Verzögerungen bei den geplanten Einsparungen erzwingen. Die Verantwortlichen müssen nun neu bewerten, wie sich die Finanzierung stabilisieren lässt, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.






