17 April 2026, 20:19

Handwerk und Kreis Steinfurt suchen Lösungen gegen Kosten und Bürokratie

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Anstalt, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen", wahrscheinlich ein Vorschlag für die Gründung einer mechanischen Anstalt.

Handwerk und Kreis Steinfurt suchen Lösungen gegen Kosten und Bürokratie

Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich kürzlich mit Verantwortlichen des Kreises Steinfurt, um drängende Herausforderungen im Handwerkssektor zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen steigende Kosten, neue Vergaberegeln sowie die fortlaufende Unterstützung lokaler Betriebe angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit.

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Landrat Dr. Martin Sommer empfing die Gildemitglieder im Kreishaus und lud sie ein, ihre Sorgen über die Auswirkungen der steigenden Energiekosten – unter anderem bedingt durch die Spannungen im Iran – zu äußern. Zudem wurden Lieferkettenstörungen und Investitionszögerlichkeit als zentrale Probleme für das lokale Handwerk thematisiert.

Die Runde diskutierte über die neuen öffentlichen Vergaberegeln, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten sollen. Diese zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und die Flexibilität in Nordrhein-Westfalen zu erhöhen. Obwohl die Änderungen Chancen bieten, betonte die Handwerkerschaft, dass bei der Vergabe von Aufträgen weiterhin kleinere Lose bevorzugt werden sollten, um lokale Unternehmen zu stärken.

Die Bekämpfung der Schwarzarbeit blieb ein zentrales Anliegen, da sie den fairen Wettbewerb verzerrt und ehrliche Betriebe sowie Steuerzahler zusätzlich belastet. Der Kreis bekräftigte sein Engagement, dieses Problem durch engere Zusammenarbeit anzugehen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Unterstützung bei Betriebsübergaben und -übernahmen. Die Kreishandwerkerschaft und die WESt bieten Beratungsleistungen an, um Handwerker bei der Nachfolgeplanung zu begleiten. Auch die duale Berufsausbildung wurde als entscheidender Weg hervorgehoben, um stabile Karriereperspektiven zu schaffen und den künftigen Fachkräftebedarf zu decken.

Die Gespräche endeten mit der Betonung der vertrauensvollen und engen Partnerschaft beider Seiten. Kreis und Handwerkerschaft vereinbarten, den Dialog fortzuführen, um die anhaltenden Herausforderungen im Handwerkssektor zu bewältigen.

Die Gespräche bestätigten die fortschreitende Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Steinfurt und der Handwerkerschaft. Die neuen Vergaberegeln und Unterstützungsangebote sollen die Belastungen für lokale Betriebe verringern, während die Bekämpfung von Schwarzarbeit und steigenden Kosten weiterhin Priorität genießt. Beide Seiten werden auch künftig gemeinsam daran arbeiten, die Handwerksbranche in der Region zu stärken.

Quelle