Hamburger Kulturschaffende fordern mit Klimainitiative radikale Wende bis 2040
Margret auch SchlauchinKulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburger Kulturschaffende fordern mit Klimainitiative radikale Wende bis 2040
Über 80 Kulturschaffende in Hamburg unterstützen die "Hamburger Zukunftsentscheidung"
Mehr als 80 Persönlichkeiten aus der Hamburger Kulturszene haben sich hinter die Hamburger Zukunftsentscheidung gestellt – eine Bürgerinitiative, die strengere Klimamaßnahmen fordert. Die Kampagne setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein, fünf Jahre früher als das aktuelle Ziel der Stadt. Bekanntschauspieler:innen, Theater und Kunstinstitutionen unterstützen nun öffentlich den Vorstoß.
Die Initiative zielt darauf ab, das Hamburger Klimaschutzgesetz zu ändern, indem jährliche CO₂-Obergrenzen und verbindliche Zwischenziele eingeführt werden. Werden die Emissionswerte überschritten, greifen Notfallmaßnahmen. Der Plan sieht zudem sektorspezifische Ziele vor, die sich an der bestehenden Klimastrategie der Stadt orientieren.
Um die finanzielle Belastung abzufedern, stellt der Vorschlag sicher, dass Mieter:innen nicht mit hohen Kosten durch energetische Sanierungen belastet werden. Vermieter:innen sollen hingegen durch öffentliche Förderprogramme unterstützt werden. Diese soziale Absicherung hat dazu beigetragen, breitere Zustimmung zu mobilisieren.
Zu den Unterzeichner:innen zählen die Schauspieler:innen Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann sowie Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Barbara Nüsse. Auch Kultureinrichtungen wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle haben sich der Kampagne angeschlossen. Ihr Engagement markiert einen Wandel, da sich keine dieser Institutionen vor der Abstimmung im Oktober 2023 öffentlich für die Initiative ausgesprochen hatte.
Die Hamburger Zukunftsentscheidung steuert nun auf ein mögliches Bürgerbegehren zu. Bei einer Annahme würde sie den Klimafahrplan der Stadt beschleunigen und strengere Kontrollen einführen. Befürworter:innen argumentieren, dass die Maßnahmen Ehrgeiz mit sozialer Gerechtigkeit verbinden – doch das endgültige Ergebnis liegt in den Händen der Wähler:innen.