Habicht Alfons nach Schuss mit Luftgewehr schwer verletzt in Groß Biewende gefunden
Maximilian SchönlandHabicht Alfons nach Schuss mit Luftgewehr schwer verletzt in Groß Biewende gefunden
Ein abgerichteter Habicht mit Namen Alfons wurde in Groß Biewende schwer verletzt aufgefunden, nachdem er mit einer Luftdruckwaffe angeschossen worden war. Der Vorfall ereignete sich am 13. November 2025 und lässt die Zukunft des Vogels ungewiss erscheinen. Sein Besitzer Mario hat nun Zeugen aufgefordert, sich mit möglichen Hinweisen zu melden.
Alfons wurde auf einem abgestorbenen Baum über einer Voliere in Groß Biewende entdeckt. Tierärzte bestätigten, dass ein Luftgewehrgeschoss seine Verletzungen verursacht hatte. Die Ermittler vermuten, dass die Schüsse im südlichen Teil des Dorfes abgegeben wurden.
Die Falknerei, eine von der UNESCO anerkannte Kulturtradition, wird seit Jahrhunderten ausgeübt. Mario betonte, dass sich sein Aufruf nicht an örtliche Jäger richte, sondern an jeden, der an jenem Tag verdächtige Aktivitäten beobachtet oder gehört haben könnte.
Zwischen März 2024 und März 2026 wurden in Niedersachsen 47 vorsätzliche Angriffe oder Vergiftungen von Greifvögeln registriert. Zwölf dieser Fälle ereigneten sich im Landkreis Wolfenbüttel, die meisten davon wurden von der Naturschutzorganisation NABU dokumentiert.
Aufgrund seiner Verletzungen könnte Alfons möglicherweise nie wieder voll flugfähig werden. Die Polizei bittet alle, die Angaben zum Vorfall machen können, sich zu melden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedrohungen für geschützte Vogelarten in der Region.






