24 March 2026, 20:22

Göttinger Müllabfuhr setzt auf HVO100 und E-Lkw für 1.800 Tonnen weniger CO₂

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030."

Göttinger Müllabfuhr setzt auf HVO100 und E-Lkw für 1.800 Tonnen weniger CO₂

Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) senkt Emissionen durch neue Kraftstoffe und E-Lkw

Die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) reduzieren die Emissionen ihrer Fahrzeugflotte durch alternative Kraftstoffe und Elektro-Müllfahrzeuge. Das Unternehmen hat bereits fast alle seiner über 120 Fahrzeuge auf HVO100 umgestellt – ein hydriertes Pflanzenöl. Allein diese Maßnahme spart jährlich rund 1.800 Tonnen CO₂ ein.

Erste Tests mit einem elektrischen Müllwagen zeigten vielversprechende Ergebnisse, sowohl im Sommer als auch im Winter. Mitarbeiter und Anwohner begrüßen den leiseren und ruhigeren Betrieb des E-Modells.

Ursprünglich führte die GEB HVO100 als Übergangslösung ein, um die Emissionen kurzfristig zu senken. Die Umstellung betraf nahezu die gesamte Flotte und brachte sofortige CO₂-Einsparungen. Nun prüft das Unternehmen synthetischen Diesel als weiteren Schritt zur Dekarbonisierung.

Neben der Kraftstoffumstellung erprobte die GEB einen elektrischen Müllwagen. Fahrer berichteten von weniger Vibrationen und deutlich geringerer Lärmbelastung im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen. Auch Anwohner nahmen die leisere und sauberere Arbeitsweise des E-Lkw positiv wahr.

Die Tests fanden in verschiedenen Jahreszeiten statt und bestätigten die Zuverlässigkeit des Elektrofahrzeugs bei Hitze und Kälte. Die GEB setzt langfristig auf E-Mobilität, betont jedoch, dass der Strom aus erneuerbaren Quellen stammen muss.

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In anderen Teilen Deutschlands setzt die Schweriner Abfallwirtschaft (SAS) ebenfalls auf Elektrofahrzeuge, darunter einen VW ID.3 als Ersatz für einen älteren e-Golf. Geplant ist der schrittweise Ausstieg aus Diesel zugunsten von Wasserstoff für emissionsfreie Abläufe. Auch die KION Group elektrifiziert ihren Service-Fuhrpark, doch konkrete CO₂-Einsparungen bei Müllfahrzeugen bleiben unklar.

Bisher haben keine weiteren deutschen Kommunen oder Unternehmen den Einsatz von synthetischem Diesel oder quantifizierbare CO₂-Reduktionen bei Entsorgungsflotten gemeldet.

Durch die Umstellung auf HVO100 und E-Müllwagen hat die GEB ihre Emissionen bereits um 1.800 Tonnen CO₂ pro Jahr gesenkt. Die Tests bestätigen, dass elektrische Müllfahrzeuge unter allen Wetterbedingungen zuverlässig arbeiten. Mit synthetischem Diesel und Ökostrom-betriebenen E-Lkw will das Unternehmen seinen CO₂-Fußabdruck in den kommenden Jahren weiter verringern.

Quelle