Göttingens Deutsches Theater bekommt 168-Millionen-Sanierung in drei Phasen
Margret auch SchlauchinGöttingens Deutsches Theater bekommt 168-Millionen-Sanierung in drei Phasen
Der Stadtrat von Göttingen hat einen dreistufigen Sanierungsplan für das Deutsche Theater verabschiedet. Das auf rund 168 Millionen Euro veranschlagte Projekt soll das Haus modernisieren und seine langfristige Zukunft sichern. Nach Prüfung verschiedener Varianten haben die Verantwortlichen nun die praktikabelste Lösung ausgewählt.
Die Wolff-Gruppe schlug eine schrittweise Sanierung in drei Phasen vor: In Phase Eins stehen die Erneuerung der technischen Infrastruktur und die Verlegung der Werkstätten an. Phase Zwei umfasst den Bau eines neuen Blackbox-Theaters, während in Phase Drei das Hauptgebäude saniert wird.
Unter den geprüften Optionen setzte sich Variante 2 als beste Lösung durch. Sie sieht den Neubau eines zweiten Spielorts neben den bestehenden Werkstätten vor, erhält die unterirdische Tiefgarage und macht ein externes Interimsgebäude überflüssig. Die Planung nutzt den vorhandenen Raum optimal und hält bauliche Eingriffe auf ein Minimum.
Stadtplanungsdirektor Frithjof Look betonte die Bedeutung eines Masterplans für die gestufte Umsetzung. Er unterstrich, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater während des gesamten Prozesses sei. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt rief Bund und Land auf, das Projekt finanziell zu unterstützen.
Die gewählte Variante sichert nicht nur die Zukunft des Repertoiretheaters, sondern erweitert auch sein Potenzial als moderner Kulturort. Mit Kosten von fast 168 Millionen Euro beginnt die Sanierung mit technischen Aufrüstungen und der Werkstattverlegung. Nun kommt es auf die finanzielle Beteiligung höherer Regierungsebenen an.