Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen: „Medikamenten-Vorräte gefährden Versorgung“
Elsa JunckGesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen: „Medikamenten-Vorräte gefährden Versorgung“
Niedersachsens Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen von Medikamenten
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat die Empfehlungen des Landesapothekerverbandes kritisiert, der zu privater Bevorratung von Arzneimitteln aufgerufen hatte.
- Dezember 2025, 13:12 Uhr
Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf das Hortung von Medikamenten zu verzichten. Er warnte, dass Hamsterkäufe die Versorgungslage verschärfen und andere Patientinnen und Patienten benachteiligen könnten. Seine Stellungnahme erfolgte als Reaktion auf eine Empfehlung des Apothekerverbandes Niedersachsen, wonach Haushalte zusätzliche Vorräte anlegen sollten.
Philippi betonte, dass die Arzneimittelversorgung aktuell stabil sei. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) seien lediglich 569 von rund 50.000 Medikamenten – also etwa 1,1 Prozent – von Lieferengpässen betroffen. Zudem widerlegte er Gerüchte über einen Mangel an fiebersenkenden Säften für Kinder.
Die Warnung des Ministers erfolgt vor dem Hintergrund leichter Störungen in den Lieferketten. Da nur ein geringer Anteil der Arzneimittel betroffen ist, sehen die Behörden keinen Anlass für private Vorratsbildung. Im Fokus stehe vielmehr die Vermeidung künstlicher Engpässe durch überstürzte Käufe.