Gesundheitsminister von Niedersachsen fordert Änderungen bei der Krankenhausreform
Elsa JunckGesundheitsminister von Niedersachsen fordert Änderungen bei der Krankenhausreform
Niedersachsens Gesundheitsminister fordert Nachbesserungen bei der Krankenhausreform
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) hat am Freitag im Bundesrat auf erhebliche Änderungen an der geplanten Krankenhausreform der Bundesregierung gedrängt.
- November 2025, 12:59 Uhr
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat weitreichende Überarbeitungen des von der Bundesregierung vorgelegten Entwurfs zur Krankenhausreform gefordert. In einer Sitzung des Bundesrates am Freitag kritisierte er, dass der aktuelle Plan aus Sicht der Länder wesentliche Regelungen vermissen lasse.
Philippi benannte drei zentrale Kritikpunkte an der Reform, wobei die Standortregelungen für Krankenhäuser an erster Stelle stehen. Er bestand darauf, dass Entscheidungen über die Verteilung von Krankenhäusern in enger Abstimmung zwischen den Ländern und den Selbstverwaltungskörperschaften getroffen werden müssen.
Zu den betreffenden Selbstverwaltungsträgern zählen unter anderem Landkreisverwaltungen, kreisfreie Städte, kommunale Gremien sowie regionale Krankenhausgesellschaften. Diese Akteure sind derzeit für die Planung und Finanzierung der Krankenhäuser auf lokaler Ebene zuständig. Philippi betonte, dass ihre Mitsprache auch in einem reformierten System gewahrt bleiben müsse.
Die Forderungen des Ministers spiegeln eine zunehmende Debatte wider, wie viel Gestaltungsmacht den Ländern bei der Ausrichtung der Krankenhausinfrastruktur verbleiben soll. Würden seine Vorschläge umgesetzt, würde dies die Entscheidungshoheit wieder stärker bei regionalen und lokalen Instanz verankern – statt sie unter bundesweite Aufsicht zu zentralisieren.