Gericht kippt Niedersachsens Inklusions-Förderung – Schulen fordern Millionennachzahlungen
Elsa JunckInklusion: Staat muss Schulen besser unterstützen - Gericht kippt Niedersachsens Inklusions-Förderung – Schulen fordern Millionennachzahlungen
Inklusion: Niedersachsen muss Schulen besser unterstützen
Inklusion: Niedersachsen muss Schulen besser unterstützen
Inklusion: Niedersachsen muss Schulen besser unterstützen
- Dezember 2025, 14:02 Uhr
Ein aktuelles Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts hat die bisherigen Regelungen zur finanziellen Förderung von Inklusion an Schulen für verfassungswidrig erklärt. Die Entscheidung betrifft vor allem kommunale Träger wie die Region Hannover, die seit Langem eine gerechtere Finanzierung einfordern. Niedersachsen muss nun bis Ende 2026 seine Förderrichtlinien reformieren.
Niedersachsen hatte 2012 das Schulgesetz geändert und damit alle öffentlichen Schulen verpflichtet, ab dem Schuljahr 2013/2014 inklusiv zu unterrichten. Doch das Fördersystem des Landes ließ die Träger der berufsbildenden Schulen außen vor. Institutionen wie die Region Hannover erhielten trotz Millioneninvestitionen in die inklusive Ausbildung an Berufsschulen keine finanzielle Unterstützung.
Das Urteil entlastet nun die Haushalte der kommunalen Träger in ganz Niedersachsen. Die Region Hannover als wichtiger Bildungsträger wird künftig höhere Landesmittel für ihre Inklusionsmaßnahmen beantragen. Die Reform muss innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen werden, wobei die Änderungen rückwirkend ab 2022 gelten sollen.