22 March 2026, 16:18

Fusionsplan für Wolfenbütteler Büchereien scheitert an knappen Haushalten

Schwarz-weiß-Foto einer New York City-Straße mit Gebäuden, Straßenmasten, Lampen, Bäumen und Himmel, mit dem Text "New York Public Library, New York City" unten.

Fusionsplan für Wolfenbütteler Büchereien scheitert an knappen Haushalten

Ein Plan zur Fusion der Stadt- und Kreisbüchereien in Wolfenbüttel ist vom örtlichen Rat abgelehnt worden. Der von der CDU eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, durch die Zusammenlegung der Bestände und eine Straffung der Abläufe Kosten zu sparen. Als Hauptgrund für das Konsolidierungsvorhaben nannten die Verantwortlichen den finanziellen Druck.

Sowohl die Stadt als auch der Landkreis kämpfen derzeit mit knappen Haushalten – allein das Bildungszentrum weist ein Defizit von rund 6,2 Millionen Euro auf. Die CDU schlug vor, sämtliche Buchbestände zum Bahnhof zu verlagern und die dortigen Räumlichkeiten sowie die des Bildungszentrums effizienter zu nutzen. Ein weiteres zentrales Ziel war die Verringerung des Aufwands für den Transport von Büchern zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchereibus.

Zudem sollte das Vorhaben die kulturellen Angebote im Bereich der Harzstraße stärken, etwa durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen mit benachbarten Kommunen. Wolfenbüttel beherbergt bereits drei bedeutende Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbücherei sowie das kreiseigene Volkshochschulzentrum. Trotz dieser ehrgeizigen Pläne lehnte der Rat den Antrag nach einer kurzen Debatte ab.

Aktuelle Nutzungszahlen der Stadtbücherei Wolfenbüttel oder der Kreisbücherei in der Harzstraße lagen nicht vor, um die Nachfrage einschätzen zu können. Solche Daten werden in der Regel aus Jahresberichten oder Verwaltungsakten erhoben, die für diese Diskussion jedoch nicht zugänglich waren.

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Die abgelehnte Fusion hätte die Bibliotheksdienste zentralisiert und möglicherweise die Ausgaben gesenkt. Ohne eine Zusammenlegung werden Stadt und Landkreis ihre Bestände weiterhin getrennt verwalten. Die finanziellen Herausforderungen bleiben vorerst ungelöst.

Quelle