29 March 2026, 20:23

Frauen prägen Apothekenbranche – doch Lohnlücke und Anerkennung fehlen

Apothekerin in weißem Kittel, die zu einer sitzenden Frau in einer Apotheke spricht, mit Regalen voller Schachteln und Gegenständen im Hintergrund.

Frauen prägen Apothekenbranche – doch Lohnlücke und Anerkennung fehlen

Frauen dominieren inzwischen die Apothekenbranche in Deutschland – doch Anerkennung und Arbeitsbedingungen bleiben hinterher

In deutschen Apotheken stellen Frauen mittlerweile 89,2 Prozent der Beschäftigten in öffentlichen Apotheken – ein Anstieg gegenüber 82,2 Prozent noch im Vorjahr, wie aktuelle Zahlen zeigen. Doch trotz ihrer überwältigenden Präsenz mehren sich die Forderungen nach besserer Wertschätzung und Arbeitsbedingungen in dem Sektor.

Die neuesten Daten offenbaren deutliche geschlechtsspezifische Ungleichheiten in den verschiedenen Apothekenberufen: Unter den approbierten Apotheker:innen sind 74,1 Prozent Frauen, bei den Pharmaziestudierenden im Praktischen Jahr (PiP) liegt der Frauenanteil bei 74,8 Prozent. Noch höher ist der Anteil bei Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen (PTA) mit 96,6 Prozent und bei Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) mit 97,5 Prozent.

Tanja Kratt, Bundesvorstandsmitglied von Adexa – dem Verband der Apothekenmitarbeitenden – betont die hohe Verantwortung, die Frauen in dem Berufsfeld tragen: Sie übernehmen Patientenberatung, Arzneimittelsicherheit und organisatorische Aufgaben, oft parallel zu Kinderbetreuung, Haushaltsarbeit und der Pflege von Angehörigen. Dennoch bleibt die Lohnlücke in Deutschland bei rund 16 Prozent – Frauen verdienen im Schnitt 4,10 Euro weniger pro Stunde als Männer bei vergleichbarer Arbeit.

Adexa fordert nun eine stärkere Anerkennung der Leistungen von Frauen und bessere Arbeitsbedingungen in öffentlichen Apotheken. Der Verband argumentiert, dass die starke Abhängigkeit des Sektors von weiblicher Arbeitskraft mit fairer Behandlung und Unterstützung einhergehen müsse.

Der Frauenanteil in deutschen Apotheken steigt seit Jahren kontinuierlich und liegt mittlerweile bei fast neun von zehn Beschäftigten. Doch Lohnungleichheit und ungleiche Belastung im Privaten bestehen fort. Die Forderungen von Adexa nach Reformen spiegeln die Dringlichkeit wider, diese langjährigen Missstände in einem Bereich anzugehen, in dem Frauen das Rückgrat der Belegschaft bilden.

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