Flüchtling aus Syrien repariert in Bremen Geräte – und schafft Gemeinschaft
Elsa JunckFlüchtling aus Syrien repariert in Bremen Geräte – und schafft Gemeinschaft
Karem Hasan betreibt in Bremen ein Reparatur-Café, in dem er Menschen kostenlos hilft, kaputte Geräte zu reparieren. Seit 2019 ist seine kleine Werkstatt hinter der Heilig-Geist-Kirche zu einem lokalen Zentrum für Nachhaltigkeit geworden. Hasan floh 2018 aus Syrien und besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft. In seiner Freizeit engagiert er sich dafür, Müll zu vermeiden und Reparaturen zu fördern.
2018 kam Hasan mit seiner Familie nach Bremen, nachdem er vor dem Krieg in Syrien geflohen war. Schon ein Jahr später eröffnete er das Reparatur-Café im Marktplatz der Begegnung, einem sozialen Supermarkt. Die Initiative bietet kostenlose Hilfestellung bei Reparaturen – die Kundschaft muss lediglich Ersatzteile mitbringen oder bei der Bestellung unterstützen.
Das Café hat jeden Samstagmorgen geöffnet und unter der Woche nach Hasans Hauptjob in einem Industriebetrieb. Seine Frau, Reham Alsalti, und ein Praktikant namens Andrii stehen ihm zur Seite. Zudem motiviert Hasan andere, sich für mehr Umweltschutz zu engagieren.
Im Dezember 2022 trat er der SPD bei und festigte so seine Verbindung zum deutschen Gemeinwesen. Neue „Recht auf Reparatur“-Gesetze, die im Juli 2023 in Kraft treten, werden seine Arbeit zusätzlich erleichtern. Eine Rückkehr nach Syrien schließt Hasan aus – die fehlende Infrastruktur dort macht es ihm unmöglich.
Sein Reparatur-Café wächst weiter, getragen von Familie und Ehrenamtlichen. Die kommende Gesetzgebung wird Reparaturen vereinfachen und ihm ermöglichen, sein Angebot auszubauen. Hasans Engagement steht für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Bremen.






