Europäische Experten diskutieren Strategien gegen die wachsende Gefahr von Geldautomatensprengungen
Maximilian SchönlandEuropäische Experten diskutieren Strategien gegen die wachsende Gefahr von Geldautomatensprengungen
Zweitägige Fachexpertenkonferenz zu Geldautomatensprengungen in Osnabrück
Am 16. und 17. September 2025 fand in Osnabrück eine zweitägige Fachtagung zu Geldautomatensprengungen statt. Veranstaltet vom Bundeskriminalamt (BKA) und dem EU-Projekt ISF LUMEN, trafen sich dort Spezialisten aus ganz Europa, um die anhaltende Bedrohung durch Angriffe auf Geldautomaten zu erörtern.
Die Bekämpfung von Geldautomatensprengungen ist seit Jahren ein zentrales Anliegen der deutschen bahn und Staatsanwaltschaften. Im Jahr 2023 verzeichneten die Behörden 461 solche Vorfälle – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren. Insgesamt wurden 201 Tatverdächtige ermittelt. Der Rückgang ist auf intensivierte Ermittlungen und den erhöhten Druck der Strafverfolgungsbehörden zurückzuführen.
An der Konferenz nahmen Vertreter aus nahezu allen deutschen Bundesländern sowie europäische Partner wie die Niederlande, die Schweiz, Österreich und Europol teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Ermittlungstechniken, bewährte Vorgehensweisen und alternative Sicherheitsmaßnahmen. Besonders besorgniserregend ist der zunehmende Einsatz fester Sprengstoffe, die mittlerweile in etwa 85 % aller Fälle verwendet werden.
Mehrere Bundesländer haben bereits spezielle Ermittlungsteams eingerichtet, um das Problem zu bekämpfen. Trotz der Fortschritte bleiben die Behörden wachsam, da von den Taten eine erhebliche Gefahr für Unbeteiligte ausgeht und die Täter bei ihrer Flucht oft rücksichtslos handeln. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde als entscheidend für eine wirksame Bekämpfung der Kriminalität hervorgehoben.
Die Konferenz unterstrich die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen gegen Geldautomatensprengungen. Zwar ist die Zahl der Vorfälle in den letzten Jahren gesunken, doch der Einsatz hochwirksamer Sprengstoffe und die Beteiligung internationaler krimineller Netzwerke halten die Bedrohung aufrecht. Die Behörden setzen auf eine stärkere Zusammenarbeit und innovative Lösungen, um weitere Angriffe zu verhindern.