09 June 2026, 08:17

EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz löst in Deutschland scharfe Kritik aus

Chefin der Mittelstandsunion Connemann: EU-Verordnung zur Gehaltstransparenz bringt 'absurde Bürokratie' für Unternehmen

EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz löst in Deutschland scharfe Kritik aus

Eine neue EU-Richtlinie zur Gehaltstransparenz hat in Deutschland Kritik ausgelöst. Die CDU bezeichnet sie als Musterbeispiel für europäische Überregulierung. Im Mittelpunkt der Bedenken steht der zusätzliche bürokratische Aufwand, der vor allem kleinere Unternehmen belasten würde.

Laut der Richtlinie müssten Firmen mit 100 oder mehr Beschäftigten regelmäßig Gehaltsberichte vorlegen. Doch auch kleinere Betriebe – etwa eine Bäckerei mit acht Mitarbeitenden – wären betroffen: Sie müssten Löhne und Leistungen prüfen, um eine faire Bezahlung über alle Positionen hinweg sicherzustellen.

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Ein CDU-Politiker warnte vor einer „Bürokratie-Flutwelle“ durch die Richtlinie. Diese löse keine echten Probleme, sondern schaffe nur neuen Verwaltungsaufwand, so die Argumentation. Deutschland verfüge bereits über Gesetze, die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit garantieren – der EU-Vorstoß sei daher überflüssig.

Die Kritik reiht sich in eine grundsätzliche Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit Europas ein. Ein aktueller Bericht von Mario Draghi identifizierte Überregulierung als einen der Hauptgründe für schwaches Wachstum. Der CDU-Vertreter forderte stattdessen, den Fokus auf Wertschöpfung zu legen – statt Unternehmen mit weiteren Pflichten zu belasten.

Die Richtlinie würde Unternehmen zu mehr Papierkram und Datenanfragen verpflichten. Besonders kleine und mittlere Betriebe stünden unter Druck, obwohl es bereits nationale Gesetze zur Entgeltgleichheit gibt. Die Haltung der CDU spiegelt damit breitere Sorgen über die Auswirkungen von EU-Vorgaben auf die wirtschaftliche Effizienz wider.

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