EU führt neue Zollgebühren ein – selbst Mini-Bestellungen werden teurer
Janos PieperEU führt neue Zollgebühren ein – selbst Mini-Bestellungen werden teurer
EU-Onlinekäufer müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen. Ab dem 1. Juli werden neue Zollgebühren fällig, die selbst kleine Einkäufe deutlich verteuern. Ein Handyhülle für 7 Euro könnte nach den Zusatzkosten fast 20 Euro kosten.
Die erste Änderung tritt am 1. November 2026 in Kraft: Pro Produktkategorie fällt dann eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro für Sendungen unter 150 Euro an. Zusätzlich bleibt die bestehende Einfuhrumsatzsteuer bestehen, was die Gesamtkosten weiter in die Höhe treibt. Ab etwa 2028 unterliegen alle Sendungen – unabhängig vom Wert – ab dem ersten Euro den Zollabgaben.
Die Europäische Kommission legt die genauen Höhe der neuen Gebühren fest. Einige Versanddienstleister könnten zudem eigene Serviceentgelte für die Zollabwicklung erheben. Bisher sind Waren aus dem EU-Binnenmarkt größtenteils steuer- und zollfrei – mit Ausnahmen wie Kaffee, Alkohol und Tabak.
Verbraucher sollten vor Bestellungen bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen prüfen, um böse Überraschungen bei den neuen Regelungen zu vermeiden.
Die Änderungen bedeuten: Wer in der EU bei Händlern außerhalb des Blocks bestellt, muss mit höheren Preisen rechnen. Ab November 2026 fällt eine Pauschale von 3 Euro pro Produktkategorie an, ab 2028 werden dann vollumfängliche Zollgebühren fällig. Käufer sollten diese Zusatzkosten künftig bei Online-Bestellungen aus Drittländern einkalkulieren.






