26 June 2026, 10:16

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – Abendbusse ab 2028 gefährdet

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im Öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – Abendbusse ab 2028 gefährdet

Der Landkreis Emmendingen hat angesichts wachsender Haushaltsbelastungen Kostensenkungsmaßnahmen für den örtlichen Nahverkehr vorgeschlagen. Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll als Grundlage für weitere Kürzungen bei Buslinien ab 2028 dienen. Die Pläne kommen zu einer Zeit, in der die Betriebskosten die ursprünglichen Prognosen deutlich übersteigen – trotz jüngster Serviceerweiterungen, die die Mobilität in der Region verbessert haben.

Der Landkreis wird den lokalen ÖPNV und den Schülerverkehr im Jahr 2026 mit rund 9 Millionen Euro bezuschussen. Um Ausgaben zu reduzieren, soll die Einstellung von Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken jährlich etwa 100.000 Euro einsparen. Weitere Ersparnisse von rund 200.000 Euro sind im Haushalt 2027 durch eine Optimierung des Schülerverkehrs und des allgemeinen Busangebots vorgesehen.

Die reduzierten Abendbusverbindungen sollen mit der Fahrplanumstellung im Dezember in Kraft treten. Betroffen sind unter anderem die Städte Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Die kommunalen Gremien müssen nun entscheiden, ob sie diese Abendverbindungen weiter finanzieren oder deren Betrieb bereits ab 20 Uhr einstellen.

Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Vorschläge am 29. Juni prüfen. Der Kreistag trifft dann am 20. Juli die endgültige Entscheidung. Ziel der Maßnahmen ist es, die steigenden Kosten mit einem weiterhin tragfähigen Verkehrsangebot in Einklang zu bringen. Die Einsparungen durch die Kürzung der Abendverbindungen und optimierte Linienführungen sollen helfen, den angespannten Haushalt zu entlasten. Die endgültigen Beschlüsse fallen nach der Ausschussberatung und der Zustimmung des Kreistags.

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