23 January 2026, 14:32

Eisige Kälte in Norddeutschland: Obdachlose kämpfen ums Überleben

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto von Menschen, die auf einer verschneiten Straße in Lechtenberger, Deutschland, entlanggehen, gesäumt von Bäumen und Häusern, mit Text unten.

Trotz eisiger Kälte und lebensbedrohlichen Bedingungen: Kevin übernachtet im Freien - Eisige Kälte in Norddeutschland: Obdachlose kämpfen ums Überleben

Eisige Kälte in Norddeutschland: Wie viele Menschen sind in Lebensgefahr?

In Norddeutschland sind die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt gesunken – für viele Menschen bedeutet das lebensbedrohliche Bedingungen. In Hannover hat ein Mann namens Kevin eine weitere Nacht in beißender Kälte verbracht. Behörden und Sozialverbände haben die Nothilfe ausgeweitet, doch viele Menschen sind weiterhin extremen Bedingungen ausgesetzt.

Kevin lebt seit 15 Jahren auf der Straße. Anders als viele andere Menschen ist er auf den Winter vorbereitet: Er trägt mehrere Jacken übereinander, dickt sich mit Decken ein, nutzt Schlafsäcke und Isomatten. Doch selbst mit dieser Ausstattung bleibt die Kälte eine ständige Bedrohung.

Nicht alle sind so gut gerüstet wie Kevin. Manche Menschen haben nur eine dünne Decke als Schutz. Der Deutsche Wetterdienst verzeichnete frostige Temperaturen, und die Vorhersagen sagen für Hannover Tiefstwerte von minus vier Grad Celsius voraus. Trotz der Gefahren meidet Kevin Notunterkünfte und überfüllte Plätze, an denen sich andere Menschen versammeln. Er fürchtet Gewalt und Diebstahl – was die Suche nach Sicherheit zusätzlich erschwert. Eine feste Wohnung scheint in weiter Ferne, also schläft er weiter draußen.

Anfang 2023 hatte Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi den Winter als besondere Herausforderung für Menschen in Not bezeichnet. Er rief die Bevölkerung auf, nicht wegzusehen, sondern Menschen in der Kälte anzusprechen, wenn sie jemandem helfen können. Die Stadt und Wohlfahrtsorganisationen haben reagiert: Kommunale Notunterkünfte bleiben rund um die Uhr geöffnet. Kevin hofft auf mehr Aufmerksamkeit und Spenden. Da immer weniger Menschen Bargeld bei sich tragen, macht er sich Sorgen, ob er genug Unterstützung bekommt, um den Winter zu überstehen.

Die Kältewelle zwingt Behörden und Hilfsorganisationen, die Nothilfe auszubauen. Unterkünfte sind durchgehend geöffnet, doch viele Menschen wie Kevin stehen weiterhin vor schwierigen Entscheidungen. Ohne langfristige Lösungen bleiben sie auf öffentliche Hilfe und ihre eigene Widerstandskraft angewiesen.