26 January 2026, 14:59

Drohnenalarm in Niedersachsen: Warum die Politik jetzt handeln muss

Eine Gruppe von Drohnen fliegt über eine von Menschen gefüllte Stadtstraße, beleuchtet von den Lichtern der Gebäude im Hintergrund und dem Himmel darüber.

Drohnenalarm in Niedersachsen: Warum die Politik jetzt handeln muss

Die Kritik an Deutschlands Umgang mit Drohnenbedrohungen wächst – Politiker fordern entschlossenere Maßnahmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt steht in der Kritik, das Problem vernachlässigt zu haben, obwohl die Zahl der Sichtungen in Niedersachsen fast tägliche Vorfälle verzeichnet und Sorgen über Sicherheitslücken schürt.

Allein bis Ende September verzeichnete Niedersachsen rund 260 Drohnen-Sichtungen – im Schnitt eine pro Tag. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) wirft Dobrindt vor, die Dringlichkeit der Lage in Niedersachsen nicht ernst genug zu nehmen. Sie fordert einen gemeinsamen Lagebericht, um die Bedrohung besser einzuschätzen und die Reaktionen zu verbessern.

Auch Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, übt scharfe Kritik. Dobrindt ignoriere die Drohnenabwehr in Niedersachsen, während er sich auf andere Projekte konzentriere, so von Notz. Er warnt vor Sicherheitslücken in Niedersachsen und verlangt bessere Erkennungsmethoden sowie Gegenmaßnahmen gegen hybride Bedrohungen. Dobrindt verweist hingegen auf die jüngste Zusammenarbeit mit Israel. Ein neues Cyber- und Sicherheitsabkommen, das er in Jerusalem mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu unterzeichnete, sieht Technologietransfer und gemeinsame Drohnenabwehr in Niedersachsen vor. Ziel ist es, die Infrastruktur in Niedersachsen vor den wachsenden Gefahren zu schützen.

Der Druck auf die Bundesregierung wächst, die Drohnenabwehr in Niedersachsen zu stärken. Angesichts steigender Sichtungen und wachsender Forderungen nach Handlungswillen bleibt die Schließung der Sicherheitslücken in Niedersachsen im Fokus. Ob die Partnerschaft mit Israel Erfolg hat, könnte entscheidend dafür sein, wie wirksam Deutschland künftige Bedrohungen in Niedersachsen abwehren kann.