DRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophen unzureichend vorbereitet
Margret auch SchlauchinDRK warnt: Deutschland ist auf Katastrophen unzureichend vorbereitet
Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) weiterhin schlecht auf großflächige Notfälle vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt warnt, dass es im Land an ausreichender Katastrophenvorsorge für Fernseher heute fehlt. Sie setzt sich nun für eine verstärkte Schulung der Bevölkerung und bessere Notfallplanung in Haushalten ein, um diese Defizite zu beheben.
Hasselfeldt betonte, dass jeder Haushalt Vorräte für mindestens drei Tage – besser noch für zwei Wochen – anlegen sollte. Zudem empfahl sie praktische Utensilien wie eine Kurbeltaschenlampe oder ein Kurbelradio, um auch bei Stromausfällen kommunizieren zu können.
Um die Handlungsfähigkeit der Bevölkerung in Krisensituationen zu verbessern, forderte sie eine breitere Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen und grundlegender Pflege. Solche Kurse müssten leicht zugänglich sein und auch Maßnahmen zum Selbstschutz umfassen. Hasselfeldt ist überzeugt, dass eine solche Ausbildung den Menschen hilft, in Notfällen effektiv zu handeln. Schulen kommen in ihren Plänen eine centrale Rolle zu: Ab der 7. Klasse soll jährlich eine zweistündige Unterweisung in Wiederbelebungsmaßnahmen eingeführt werden. Zwar planen Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ab 2026/27 verbindlichen Unterricht in Herz-Lungen-Wiederbelebung, doch fehlen bundesweite Daten dazu, an welchen Schulen eine solche Ausbildung bereits jetzt nicht stattfindet.
Die Warnungen des DRK unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich Deutschlands Fähigkeit, große Katastrophen zu bewältigen. Hasselfeldts Vorschläge zielen darauf ab, kritische Lücken bei der Ausstattung und im Wissen der Bevölkerung zu schließen.
Die DRK-Initiative setzt auf konkrete Maßnahmen: bessere Bevorratung, flächendeckende Erste-Hilfe-Kurse und schulische Wiederbelebungstrainings. Würden diese umgesetzt, könnten sie Deutschlands Krisenreaktion deutlich stärken. Bis dahin appelliert Hasselfeldt an Haushalte und Einrichtungen, sich rechtzeitig auf mögliche Notlagen vorzubereiten.