05 April 2026, 00:49

Dreieinhalb Jahre Haft für Betrug mit Millionen an Kurzarbeitergeld

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Taschengeld für Kurzarbeit: Mann in Niedersachsen verurteilt - Dreieinhalb Jahre Haft für Betrug mit Millionen an Kurzarbeitergeld

Ein 48-jähriger Unternehmensleiter aus Niedersachsen ist wegen betrügerischen Bezugs von Kurzarbeitergeld während der Pandemie zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Hildesheim verurteilte ihn zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis, nachdem er in 14 Fällen des Betrugs für schuldig befunden worden war. Ermittlungen ergaben, dass er rund eine Million Euro an unrechtmäßigen Zahlungen und Sozialabgaben erhalten hatte.

Der Mann hatte falsche Anträge auf Kurzarbeitergeld gestellt, obwohl seine Mitarbeiter regulär weiterarbeiteten. Später stellten die Behörden fest, dass er etwa 800.000 Euro in bar abgehoben und für private Ausgaben verwendet hatte. Das Gericht ordnete die Einziehung von 845.000 Euro aus seinem Vermögen an, da diese als Erlös aus Straftaten gelten.

Der Fall steht im Zusammenhang mit einer bundesweiten Welle von Ermittlungen gegen Missbrauch von Pandemie-Hilfsprogrammen. Zwischen 2021 und 2025 prüften deutsche Behörden über 1.000 Unternehmen wegen des Verdachts auf unrechtmäßigen Bezug von Kurzarbeitergeld. Rund 200 Arbeitgeber wurden verurteilt; die Gesamtschäden belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.

Das Urteil unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, missbräuchlich verwendete Mittel aus den COVID-19-Hilfsfonds zurückzufordern. Die Strafe für den Angeklagten umfasst sowohl eine Freiheitsstrafe als auch die Einziehung von Vermögenswerten. Die Behörden verfolgen weiterhin ähnliche Fälle in ganz Deutschland.

AKTUALISIERUNG

Pattern of Pandemic Fraud in Lower Saxony

A 2025 case in Osnabrück reveals similar fraud patterns in Lower Saxony. Key details:

  • A 31-year-old entrepreneur was sentenced to five years for defrauding 1.5 million euros using fake employees.
  • The scheme involved 60 false claims across two companies in 2020-2021.
  • This conviction predates the 2026 Hildesheim case and highlights regional enforcement trends.