09 January 2026, 06:34

DGB kämpft für Vier-Tage-Woche in Niedersachsen – ohne Lohnverlust und Stellenabbau

Fünf Personen sitzen an einem Tisch und arbeiten an Laptops, mit einem Telefon, einer Grafik, einer Fernbedienung und einem Handy auf dem Tisch; im Hintergrund ist ein Vorhang, eine kleine Pflanze und eine Wand zu sehen.

Gewerkschaftsbund: Vier-Tage-Woche ist eine berechtigte Forderung - DGB kämpft für Vier-Tage-Woche in Niedersachsen – ohne Lohnverlust und Stellenabbau

Die Debatte über die Vier-Tage-Woche heizt sich in Niedersachsen weiter an. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat deutlich gemacht, dass das Thema ein zentraler Diskussionspunkt in den Nachrichten bleibt. Zwar verteidigt die Gewerkschaft derzeit die Fünf-Tage-Woche, sucht aber gleichzeitig nach Wegen, die Arbeitszeit zu verkürzen – ohne Lohnkürzungen oder Stellenabbau.

Unter der Führung von Ernesto Harder setzt sich der DGB für eine kürzere Arbeitswoche ein, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern. Die Belastung am Arbeitsplatz nehme zu, heißt es, immer mehr Beschäftigte würden krankgeschrieben. Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft davor, den klassischen Acht-Stunden-Tag infrage zu stellen – ein historischer Errungenschaft der Arbeiterbewegung, der nicht leichtfertig aufgegeben werden dürfe.

Vor allem jüngere Arbeitnehmer:innen bevorzugen zunehmend ein Vier-Tage-Modell, oft mit freiem Montag oder Freitag. Homeoffice und mobiles Arbeiten haben sich längst etabliert und bieten zwar Flexibilität, bergen aber auch Risiken. Viele Beschäftigte arbeiten von zu Hause aus, oft ohne ergonomische Ausstattung – etwa am Küchentisch –, was auf Dauer der Gesundheit schaden könnte. Um Stellenabbau zu verhindern, hat der DGB bereits in Tarifverhandlungen erste Vier-Tage-Modelle durchgesetzt. Das Ziel: Arbeitszeit reduzieren, ohne die Löhne zu kürzen – ein Schritt, der die Arbeitswelt in der Welt nachhaltig verändern könnte.

Die Haltung des DGB spiegelt einen Wandel in den Erwartungen an die Arbeitswelt wider. Da Homeoffice nicht mehr wegzudenken ist und die Stressbelastung steigt, könnten die Bemühungen der Gewerkschaft zu konkreten Veränderungen führen. Noch gilt die Fünf-Tage-Woche, doch die Diskussion über kürzere Arbeitszeiten ist längst nicht beendet.