23 May 2026, 22:23

Deutschland verzeichnet Rekordzahl an Einbürgerungen im Jahr 2025

Deutschland erlebt einen historischen Zuzugsboom

Deutschland verzeichnet Rekordzahl an Einbürgerungen im Jahr 2025

Deutschland verzeichnet in diesem Jahr einen historischen Anstieg bei Einbürgerungen. Insgesamt erhielten 2025 rund 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft – ein neuer nationaler Rekord. Der deutliche Anstieg folgt auf jüngste Gesetzesreformen, die den Einbürgerungsprozess für langjährige Einwohner vereinfachten.

Der starke Zuwachs ist auf Änderungen im Staatsangehörigkeitsrecht zurückzuführen, die Anfang des Jahres in Kraft traten. Antragsteller können nun bereits nach fünf Jahren Aufenthalt eingebürgert werden, statt wie bisher nach sechs oder acht Jahren. Zudem ist die doppelte Staatsbürgerschaft nun erlaubt, was für viele Migranten eine zentrale Hürde beseitigt.

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Allein in Berlin erhielten 2025 insgesamt 39.034 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. Brandenburg verzeichnete einen Anstieg um 25 Prozent, wo 4.695 Menschen einen deutschen Pass erhielten. Viele der Neubürger kamen während der Migrationswelle 2015–2016 ins Land und erfüllen nun die geforderte Mindestaufenthaltsdauer.

Syrer bleiben bundesweit die größte Gruppe unter den Eingebürgerten. Doch auch die Zahl der türkischen und russischen Staatsangehörigen, die die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, ist deutlich gestiegen. In Nordrhein-Westfalen erhielten 3.841 Russen die Einbürgerung – ein Anstieg um 67,4 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren.

Für die kommenden Jahre wird eine weitere Welle von Anträgen erwartet, vor allem ab 2027. Dann könnten viele Ukrainer, die vor dem Krieg flohen und seit mehreren Jahren in Deutschland leben, in großer Zahl die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen.

Die Zahlen von 2025 markieren den höchsten Stand an Einbürgerungen in der Geschichte Deutschlands. Mit den erleichterten Aufenthaltsregeln und der nun möglichen doppelten Staatsbürgerschaft dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Behörden rechnen mit einem weiteren Anstieg, da in den nächsten Jahren immer mehr langjährige Migranten die Voraussetzungen erfüllen werden.

Quelle