05 June 2026, 11:12

Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Gehaltstransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft juristisch riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für mehr Gehaltstransparenz – was jetzt passiert

Deutschland hat die EU-Frist für die Einführung neuer Regeln zur Gehaltstransparenz verpasst. Das Land hätte die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz bis zum 7. Juni in nationales Recht umsetzen müssen, doch die Vorgabe wurde nicht eingehalten. Nun geraten die Verantwortlichen unter Druck, das Verfahren zu beschleunigen.

Ziel der EU-Richtlinie ist es, Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten sichtbarer zu machen. Unternehmen sollen verpflichtet werden, Gehaltsinformationen offenzulegen, damit Arbeitnehmer:innen ungerechtfertigte Einkommensunterschiede leichter erkennen können. Bisher hat Deutschland die Vorgaben jedoch noch nicht in ein nationales Gesetz überführt.

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat zwar mit den Vorbereitungen für die Gesetzgebung begonnen. Doch bevor das Gesetz finalisiert werden kann, ist noch weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Ressorts erforderlich.

Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, hat in ihren Berichten die Auswirkungen der Richtlinie beleuchtet. Ihre Analysen zeigen, wie KI und Technologie die Gehaltstransparenz in Zukunft prägen könnten.

Da die Frist nun abgelaufen ist, muss Deutschland seine Bemühungen zur Umsetzung der Richtlinie intensivieren. Künftig werden Unternehmen verpflichtet sein, Gehaltsdaten offener zu kommunizieren. Durch die Verzögerung müssen Arbeitnehmer:innen jedoch länger auf klarere Gehaltsvergleiche warten.

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