27 March 2026, 12:28

Deutsche Bahn reagiert mit Körperkameras auf tödlichen Angriff auf Zugbegleiter

Altes Buch mit dem Titel "Reglamento de Conductor" und einer Zugillustration auf dem Cover und einem Stempel auf der rechten Seite.

Deutsche Bahn reagiert mit Körperkameras auf tödlichen Angriff auf Zugbegleiter

Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter ein

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Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hat die Deutsche Bahn neue Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. Das Unternehmen setzt nun auf Körperkameras für das Servicepersonal und hat die Ausweiskontrollen bei Fahrkartenprüfungen eingestellt. Diese Änderungen erfolgen auf Druck von Gewerkschaften und Verkehrsbeamten.

Der Vorfall in einem Regionalzug im Februar löste dringende Forderungen nach besserem Schutz aus. Gewerkschaften verzeichneten zwischen 2023 und 2025 jährlich über 3.000 Angriffe – sowohl verbale als auch körperliche – auf Bahnmitarbeiter. Allein in den ersten Monaten des Jahres 2025 gab es durchschnittlich fünf körperliche Übergriffe pro Tag.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) forderte, dass Zugbegleiter aus Sicherheitsgründen nur noch im Zweierteam arbeiten sollten. Die Verkehrsministerkonferenz lehnte diesen Vorschlag jedoch ab und argumentierte gegen starre bundesweite Personalvorgaben. Stattdessen liegen die Schwerpunkte nun auf der Verbesserung der Bahnhofsüberwachung und der Überprüfung bestehender Maßnahmen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder plant, die neuen Sicherheitsmaßnahmen bis Ende April zu bewerten. Zwar unterstützte die Verkehrsministerkonferenz den Einsatz von Körperkameras und die Änderungen bei den Ausweiskontrollen, wies jedoch auf die hohen Kosten hin. Die Bundesregierung betonte zudem, dass über das aktuelle Budget hinaus keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen.

Mit den jüngsten Sicherheitsvorkehrungen will die Deutsche Bahn die Risiken für ihr Personal nach wiederholten Angriffen verringern. Regierung und Verkehrsminister werden die Maßnahmen weiter prüfen, doch kurzfristige Änderungen bei der Teamgröße sind nicht zu erwarten. Der Fokus bleibt auf der Aufrüstung der Überwachungstechnik und der Kosteneinhaltung innerhalb der bestehenden Haushalte.

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