Das vergessene Kultmagazin *Elaste* kehrt als Faksimile zurück
Margret auch SchlauchinDas vergessene Kultmagazin *Elaste* kehrt als Faksimile zurück
Nur an der Oberfläche gekratzt
Ein Faksimile-Band erinnert an das Magazin Elaste, das 1980 in Hannover gegründet wurde. Das Thema spielt auch in Erika Thomallas mündlich überlieferter Geschichte des Pop-Journalismus eine Rolle.
- Dezember 2025, 11:16 Uhr
Schlagwörter: Bücher, Unterhaltung, Popkultur, Hannover 96, Hannover, Jane Austen
Eine neue Faksimile-Ausgabe holt Elaste zurück – jenes mutige Popkultur-Magazin, das in den frühen 1980er-Jahren den Geist Westdeutschlands einfing. 1980 in Hannover gestartet, machte es sich mit seiner vielseitigen Berichterstattung über Musik, Mode, Kunst und Gesellschaft einen Namen. Die kurze, aber einflussreiche Laufzeit der Zeitschrift ist nun in einem 560-seitigen Buch mit Essays, Fotos und originalen Seiten dokumentiert.
Elaste entstand 1980 – fernab der kulturellen Zentren wie Hamburg, München oder West-Berlin. Die Gründer Michael Reinboth, Thomas Elsner und Christian Wegner wählten Hannover als Standort, angetrieben von Ehrgeiz und dem Wunsch, den Zeitgeist einzufangen. Noch im selben Jahr erschien die erste Ausgabe, 1981 folgte eine dritte.
Der 560-seitige Band stellt sicher, dass Elastes Einfluss nicht in Vergessenheit gerät. Er versammelt originales Material neben neuen Essays und Fotografien und gibt Leser:innen einen direkten Einblick in die Wirkung des Magazins. Für alle, die sich für die Popkultur der 1980er interessieren, dient die Ausgabe zugleich als Dokument und Wiederbelebung.