Cuxport erreicht Meilenstein: Zwei Millionen BMW nach Großbritannien exportiert
Maximilian SchönlandCuxport erreicht Meilenstein: Zwei Millionen BMW nach Großbritannien exportiert
Cuxport feiert Meilenstein: Zwei Millionen BMW in das Vereinigte Königreich exportiert
Cuxport, ein Joint Venture der Rhenus Group und der HHLA Container Terminals, hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Der Hafen hat seinen zweimillionsten BMW in das Vereinigte Königreich exportiert. Dieser Erfolg fällt in eine Phase der Vorbereitung auf eine große Erweiterung, mit der die Kapazität für den Fahrzeugumschlag trotz der anhaltenden Herausforderungen durch den Brexit gesteigert werden soll.
Zu den geplanten Aufrüstungen gehören neue Liegeplätze sowie eine mögliche Elektrifizierung der Bahnstrecke, wodurch die jährlichen Exporte um 100.000 und die Importe um 50.000 Fahrzeuge gesteigert werden könnten.
Seit 15 Jahren wickelt Cuxport BMW-Transporte in das Vereinigte Königreich ab. Erst vergangene Woche wurde mit dem Export des zweimillionsten Fahrzeugs ein historischer Moment erreicht. Neben Großbritannien bedient der Hafen auch Schweden, Island, Dänemark, Estland und Finnland.
Im Jahr 2018 wurden am Terminal rund 200.000 Fahrzeuge exportiert und 80.000 importiert. Die aktuellen Ausbaupläne sehen die Schließung von Lücken zwischen den Liegeplätzen sowie eine Verdopplung der bestehenden Terminalkapazität vor. Bei Vollendung dieser Maßnahmen würde sich die jährliche Exportkapazität auf 300.000 und die Importkapazität auf 130.000 Fahrzeuge erhöhen.
Dank seiner Lage an der Nordsee bietet der Hafen kurze Umschlagzeiten und ausreichend Lagerfläche für Fahrzeugtransporte. Zudem verfügt Cuxport über den Status eines zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO) und nutzt den elektronischen Datenaustausch (EDI) für eine beschleunigte Zollabfertigung. Um die Effizienz weiter zu steigern, wird derzeit die Elektrifizierung der Bahnverbindung zwischen Cuxhaven und Stade geprüft – ein Schritt, der die Abhängigkeit BMWs vom Schienentransport stärken würde.
Trotz der Unsicherheiten durch den Brexit und eines schwächeren Pfunds bleibt Cuxhaven gut positioniert, um wachsende Verkehrsströme zu bewältigen. Seine Lage bietet eine Alternative zu stärker frequentierten Häfen für den interkontinentalen Verkehr. Derzeit betreibt DFDS bis zu sechs wöchentliche Fahrten nach Immingham, während United European Car Carriers (UECC) zwei wöchentliche Verbindungen nach Southampton unterhält.
Der Ausbau der Hafenanlagen und die mögliche Aufrüstung der Bahninfrastruktur zielen darauf ab, den Fahrzeugdurchsatz deutlich zu erhöhen. Mit seiner strategischen Lage und optimierten Zollverfahren bleibt Cuxport ein zentraler Knotenpunkt für die Automobil-Logistik – selbst angesichts der durch den Brexit bedingten Handelsverschiebungen. Die geplanten Verbesserungen sollen seine Rolle bei der Abwicklung von europäischen und interkontinentalen Transporten weiter festigen.