25 March 2026, 04:19

Continental: Vom Gummiwerk zum weltweiten Automobilzulieferer mit Turbulenzen

Ein detailliertes industrielles Zeichnung mit einer zentralen großen Maschine umgeben von verschiedenen Fabrikausrüstung, einschließlich Rohren, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit dem Text "American Foundry Equipment Co, Indiana" und Fenstern und Deckenleuchten.

Continental: Vom Gummiwerk zum weltweiten Automobilzulieferer mit Turbulenzen

Continental – vom Hannoverschen Gummiwerk zum globalen Automotive-Zulieferer

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Continental, ein führender Name in der Reifen- und Automobilkomponentenbranche, begann als kleines Gummiwerk in Hannover. Das 1871 gegründete Unternehmen hat sich seitdem zu einem weltweiten Player mit einer langen Geschichte aus Innovation und Expansion entwickelt.

Die Anfänge lagen in der Produktion von Vollgummi-Reifen für Kutschen und Fahrräder. Bereits 1892 stieg das Unternehmen auf Luftreifen für Fahrräder um – ein früher Meilenstein in seiner technischen Entwicklung. Nur sechs Jahre später, 1898, begann die Produktion von Autoreifen.

Wachstumstreiber waren über die Jahrzehnte vor allem Übernahmen. Ein entscheidender Schritt gelang 2006, als Continental die Automobil-Elektroniksparte von Motorola für 16 Millionen Dollar erwarb. Dieser Kauf erweiterte das Portfolio über Reifen hinaus zu weiteren Fahrzeugkomponenten.

In jüngster Zeit durchlief der Konzern tiefgreifende Umstrukturierungen. Im September 2025 spaltete er Aumovio ab, ein neues Unternehmen mit Fokus auf Mobilitätslösungen. Zudem ist der Verkauf von ContiTech, der Sparte für Kunststoff- und Gummiprodukte, geplant. Die finanziellen Ergebnisse spiegeln diese Veränderungen wider: 2025 verzeichnete Continental ein Umsatzwachstum von 5 %, einen bereinigten Gewinn von 2 Milliarden Euro (plus 25 %) und einen Konzerngewinn von 1,34 Milliarden Euro. Die Zahlen für 2026 zeigten jedoch einen Rückgang – der Umsatz lag bei 19,7 Milliarden Euro (minus 2 %), der bereinigte Gewinn blieb stabil bei 2 Milliarden Euro, doch nach Abspaltungen und dem Verkauf von OESL entstand ein Verlust von 165 Millionen Euro.

Heute betreibt Continental Produktionsstandorte weltweit und bleibt der viertgrößte Reifenhersteller der Welt.

Vom bescheidenen Gummiwerk des 19. Jahrhunderts hat sich Continental zu einem diversifizierten Automobilzulieferer gewandelt. Die jüngsten Restrukturierungen und finanziellen Verschiebungen unterstreichen den anhaltenden Wandel in einer wettbewerbsintensiven Branche. Das globale Produktionsnetz und die Marktposition prägen weiterhin die Zukunft des Unternehmens.

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