Christian Lindner wechselt von der Politik in die Autoindustrie – als Top-Manager bei Deutschlands größtem Autodiscounter
Elsa JunckChristian Lindner wechselt von der Politik in die Autoindustrie – als Top-Manager bei Deutschlands größtem Autodiscounter
Christian Lindner, ehemaliger Bundesfinanzminister und FDP-Vorsitzender, übernimmt eine neue Position in der Wirtschaft. Ab dem 5. Januar 2026 wird er als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Autoland AG einsteigen, Deutschlands größtem Autodiscounter – eine Rolle, die in ihrer Bedeutung mit dem Amt des Vizekanzlers vergleichbar ist.
Die Autoland AG baute ihren Erfolg auf dem Verkauf von Gebrauchtwagen aus Westdeutschland in die ostdeutschen Bundesländer nach der Wiedervereinigung auf. Das Unternehmen wird heute von Vorstandschef Wilfried Wilhelm Anclam geführt, der Lindners Arbeit in den Bereichen Vertrieb, Marketing und digitale Strategie begleiten wird.
Lindner gab seine neue Position in einem Instagram-Post bekannt. Dabei betonte er, dass individuelle Mobilität eine Frage der Freiheit sei, und unterstrich die Bedeutung bezahlbarer Autos. Sein neuer Chef lobte ihn als überzeugten Verfechter des Individualverkehrs.
Der Wechsel erfolgt nach Lindners Elternzeit, durch die er eine längere Arbeitslosigkeit vermied. Anders als manche Politiker hat er keine umstrittenen Tätigkeiten aufgenommen – etwa in der Rüstungsindustrie oder als Taxifahrer in New York.
Mit seiner neuen Aufgabe kehrt Lindner in eine einflussreiche Position zurück. Er wird sich darauf konzentrieren, Autos für breite Bevölkerungsschichten zugänglich zu halten und gleichzeitig die kommerzielle und digitale Zukunft der Autoland AG mitzugestalten. Die Rolle katapultiert ihn zurück in die Riege der führenden Wirtschaftselite Deutschlands.