CDU-Politiker Bommert erhält Verweis für umstrittenes Wehrmacht-Video
Janos PieperCDU-Politiker Bommert erhält Verweis für umstrittenes Wehrmacht-Video
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU, sieht sich nach der Verbreitung umstrittenen Inhalts im Netz mit disziplinarischen Konsequenzen konfrontiert. Der Politiker hatte ein Video geteilt, das restaurierte Motorräder der Wehrmacht zeigt – und damit scharfe Kritik ausgelöst. Die CDU reagierte mit einem offiziellen Verweis, verzichtete jedoch auf eine Abberufung aus seinen Parteiämtern.
Auslöser des Vorfalls war ein Video, das Bommert auf seinem Instagram-Account hochgeladen hatte. Darin waren Uniformierte zu sehen, die auf historischen Motorrädern der Wehrmacht fuhren. Der Clip wurde zwar später gelöscht, hatte jedoch zuvor bereits öffentliche Aufmerksamkeit erregt.
Erst in diesem Jahr war Bommert bereits in die Kritik geraten, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine "Lieblingspolitiker" aufgelistet hatte. Damals räumte er den Fehler ein und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Diesmal weigerte er sich zunächst, sich zum Video zu äußern.
Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von den Inhalten. Er bezeichnete sie als "inakzeptabel" und kündigte eine interne Prüfung an. Zudem kündigte Bretz an, das Thema persönlich mit Bommert zu besprechen.
Nach Abschluss der Prüfung sprach die CDU Bommert einen offiziellen Verweis aus. Weitere Sanktionen blieben aus, und er behielt seine Parteiämter. Aus Unterlagen geht hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren kein anderer CDU-Politiker aus Brandenburg wegen ähnlicher Vorfälle öffentlich kritisiert wurde.
Die CDU hat den Fall mit einem Verweis abgehandelt, wird jedoch keine weiteren Schritte gegen Bommert einleiten. Die internen Beratungen der Partei sind abgeschlossen, und es werden keine zusätzlichen Konsequenzen erwartet. Bommert bleibt weiterhin stellvertretender Fraktionsvorsitzender.






